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Mecklenburg-Vorpommern

29. September 2016 | 12:09 Uhr

Arbeitsmarkt : Weniger Erwerbslose

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bundesweit haben Erwerbslosenzahlen zugelegt – in MV sind sie leicht gesunken

Dank der Sommerferien in vielen Bundesländern und der zuverlässig nach Mecklenburg-Vorpommern strömenden Urlauber ist die Zahl der Arbeitslosen im August weiter gesunken. Zum Monatsende waren bei den Arbeitsagenturen 85 400 Menschen als Jobsuchende gemeldet, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit gestern mitteilte. Das waren 900 weniger als im Juli und 4600 weniger als vor einem Jahr.

Damit bewegte sich der Arbeitsmarkt im Nordosten wie schon im Juli gegen den Bundestrend: In Deutschland stieg die Zahl der Erwerbslosen um 30 000 auf 2 902 000.

Die Erwerbslosenquote in MV beträgt jetzt 10,3 Prozent nach 10,4 Prozent im Juli. Damit bleibt der Nordosten auf dem drittletzten Platz im Vergleich der Bundesländer und teilt sich diesen mit Sachsen-Anhalt. Das nächstbessere Land ist Brandenburg  mit  einer  Quote  von  9 Prozent.

Die niedrigste Erwerbslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet der Landkreis Rostock mit 7,9 Prozent, die höchste Vorpommern-Greifswald mit 12,4 Prozent.

Der Geschäftsführer der Regionaldirektion, Thomas Letixerant, rechnet mit einem Wiederansteigen der Zahlen in Mecklenburg-Vorpommern im Herbst und Winter, wenn die Tourismussaison zu Ende ist. Das sei die normale Entwicklung im Nordosten, sagte er.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sieht es deshalb als eine wichtige Aufgabe an, in vielen Branchen zu mehr ganzjähriger Beschäftigung zu kommen. Ein positives Zeichen sei die Eröffnung des Nestlé-Kaffeewerkes am 5. September in Schwerin, das 400 neue Jobs biete.

Von der positiven Entwicklung im August profitierten Langzeitarbeitslose nicht. Ihre Zahl ist jetzt 3 Prozent höher als vor einem Jahr. Den zwölften Monat in Folge sei das nun schon so, kritisierte der Vorsitzende des Arbeitslosenverbandes, Jörg Böhm. „Und das trotz boomender Wirtschaft, saisonalen Effekten und demografischer Entlastung.“


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