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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2016 | 05:10 Uhr

Stralsund/Rostock : Wasserstraßen werden winterfest gemacht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

BSH und Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt rüsten sich derzeit für den Winter

In der nördlichen Ostsee zwischen Schweden und Finnland – der Bottenwiek – hat sich bereits Anfang November das erste Eis gebildet. „Das ist im Vergleich zu den Vorjahren schon sehr früh“, sagt der Leiter des deutschen Eisdienstes des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Jürgen Holfort. Daraus eine Prognose für die südliche Ostsee zu wagen, sei nicht möglich. An den heimischen Küsten bewegen sich die Temperaturen mit sechs Grad aktuell im durchschnittlichen Mittel. Bei einer stabilen Ostwetterlage könne sich das aber schnell ändern.

Das BSH in Rostock und das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) in Stralsund rüsten sich derzeit für den Winter. Vor wenigen Tagen haben die Tonnenleger „Ranzow“ und „Görmitz“ damit begonnen, die Wasserstraßen vor Mecklenburg-Vorpommern winterfest zu machen. „Von 351 Tonnen werden derzeit die Toppzeichen abgenommen“, sagt WSA-Sprecher Dirk Berger. In Warnemünde bekommen 36 Leuchttonnen einen speziellen Eiskopf – eine robustere Leuchteinrichtung, die auch frostigen Temperaturen trotzt. Ebenso würden erste Leuchttonnen gegen unbeleuchtete gewechselt. „Wir fahren im Winter ein Zweistufen-Programm“, sagt Berger. Die derzeit laufenden prophylaktischen Arbeiten sollen spätestens Mitte Dezember abgeschlossen sein.

Droht im Winter dann ein massiver Frosteinbruch zündet Stufe zwei mit Sonderschichten für die Besatzungen der WSA-Flotte. Weitere Tonnen würden eingezogen und von 132 Leuchttonnen der Solarkopf abgenommen, um teure Beschädigungen zu verhindern. Zudem würden 40 Tonnen an speziellen Verkehrspunkten gegen robustere Eistonnen ausgewechselt.

Dennoch könnten Beschädigungen nicht ausgeschlossen werden, wie Berger berichtet.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 08:00 Uhr

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