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Mecklenburg-Vorpommern

09. Dezember 2016 | 02:57 Uhr

Tourismus MV : Wachwechsel im Tourismusverband

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jürgen Seidel warnt davor, sich auf den Lorbeeren auszuruhen

Der scheidende Präsident des Tourismusverbands MV, Jürgen Seidel, hebt warnend die Stimme: „Der Erfolg des Tourismus im Land ist kein Selbstläufer.“ In dieser Branche dürfe niemand glauben, dass er sich zurücklehnen kann, wenn einmal ein hohes Niveau erreicht ist. „Das ist furchtbar gefährlich.“ Hintergrund der Mahnung: Eines der zentralen Themen der erfolgsverwöhnten Branche ist die von Geldmangel geprägte Finanzierung des Marketings.

Am Donnerstag endet beim Tourismustag in Göhren-Lebbin die Verbandskarriere des 68-Jährigen. 17 Jahre lang war er in verschiedenen Funktionen tätig, zuletzt als Präsident im jährlichen Wechsel mit Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider. „Wir sind das deutsche Urlaubsland Nummer eins“, ist ein Teil seiner Bilanz. Unter seiner Führung bekam das Wirtschaftsministerium den Zusatztitel „Tourismus“, was in dieser Legislatur zu seinem Bedauern wieder verschwunden ist.

Es sind also große Fußspuren, in die der Tourismusexperte und CDU-Landtagsabgeordnete Wolfgang Waldmüller treten will. Der 53-Jährige bewirbt sich um den Platz im Präsidium. „Nicht Masse, sondern Qualität“, so sein Motto. Die Jagd nach Übernachtungsrekorden steht für ihn nicht im Vordergrund, dort sieht er eher die Fachkräftesicherung, den Ausbau der touristischen Infrastruktur für die Vor- und Nachsaison sowie die Verbesserung der Zufahrtsmöglichkeiten in Urlaubsziele. Dabei hat er vor allem die problematischen Verbindungen von und nach Rügen, Usedom oder zum Darß im Blick. Als Beispiel nennt er die B96, bei der Einwände von Naturschützern zu Verzögerungen und Kostensteigerungen führten. „Letztlich wird es gebaut. Da muss man sich fragen, ob das immer so richtig ist.“ Ganz oben auf der Agenda steht aber das ungeliebte Bundes-
programm „Blaues Band“. Der Umbau von Wasserstraßen zu naturnahen Flüssen wird laut Experten zu weiteren Einschränkungen für Boote führen.

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erstellt am 21.Nov.2016 | 08:00 Uhr

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