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Mecklenburg-Vorpommern

30. Juni 2016 | 19:33 Uhr

Auto in Brand gesteckt : Vor Ostderby geht Angst in Rostock um

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Partie Hansa vs. Dresden sorgt schon jetzt für Hass

Vor dem Ostderby zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden schaukelt sich in der Hansestadt die Stimmung hoch. Gestern Nacht wurde in der Innenstadt ein Auto mit Dresdener Kennzeichen in Brand gesteckt. In der Kröpeliner-Tor-Vorstadt wurden etwa 50 Häuserwände mit Graffiti beschmiert – die Botschaft „29.11. Sachsen jagen“. Am Montag haben Polizisten fast 70 Plakate in Lütten-Klein entdeckt. Die Parole darauf: „Im Stadion und auf den Strassen zusammen gegen Dynamo!!! 29.11.2014 Rostocks Jugendbanden vereint gegen den Feind!!!“

Beide Fußball-Vereine haben sich gestern mit einem dramatischen Appell an ihre Anhänger gewandt. In einem offenen Brief rufen sie zu „einem fairen Traditionsduell auf.“ Der Aufruf in höchster Not: „Wir sagen Nein zu Gewalt! Nein zu Pyrotechnik! Nein zu Rassismus und Diskriminierung!“

Die Polizei ist für die Partie am Sonnabend auf alles vorbereitet. „Das Spiel ist klar ein Risikospiel“, erklärt Yvonne Hanske, Sprecherin der Polizeiinspektion. „Dieses Spiel wird für die Polizeikräfte ein anspruchsvoller Einsatz, das wissen wir schon jetzt.“ Die Vorbereitungen für das Aufeinandertreffen laufen seit Wochen. Vertreter der Vereine, Fan- und Sicherheitsbeauftragte, Polizei, Feuerwehr und Vertreter der Stadt haben das Sicherheitskonzept für Sonnabend erstellt. Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden – nur wenige Spiele haben einen solch wuchtigen Klang.

Die beiden Teams sorgten mit ihren Fans wiederholt für negative Schlagzeilen. Laut der Studie der Bundespolizei verübten die Rostocker Anhänger in der vergangenen Saison bei ihren Bahnreisen zu Auswärtsspielen mit 168 Straftaten die meisten aller Clubs der 1. bis 3. Liga. Dahinter folgt Dynamo Dresden mit 109.

Der Hansa-Fan Markus Z.* versteht die aggressive Fan-Rivalität nicht: „Beide Vereine sind aus dem Osten. Und jetzt kämpfen die Fanlager gegeneinander. Das ist traurig.“

*Name der Redaktion bekannt

 

 

 

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erstellt am 25.Nov.2014 | 20:30 Uhr

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