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Mecklenburg-Vorpommern

04. Dezember 2016 | 11:11 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern : Vogelgrippe: Jetzt droht Stallpflicht

vom
Aus der Onlineredaktion

Ausbreitung der Geflügelpest in MV befürchtet

Für die Pelikane, Perlhühner und Pfaue im Schweriner Zoo gilt seit heute bereits eine Ausgangsperre. Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in fünf europäischen Staaten wurde in einer Krisensitzung beschlossen, die Tiere von den Außenanlagen zu holen und in Ställen unterzubringen, wie Zoo-Direktor Tim Schikora mitteilte. Auch Schutzanzüge lägen parat. „Auf unserer Teichanlage lassen sich auch Wildvögel nieder. Das ist eine potenzielle Gefahr“, sagte Schikora. Man wolle vorbereitet sein.

In Vorpommern haben die ersten Bauern begonnen, vorsorglich die Weihnachtsgänse zu schlachten. Einen gültigen Nachweis des aktuellen Geflügelpesterregers H5N8 in MV gab es gestern zwar noch nicht – doch eine Ausbreitung des Virus gilt als wahrscheinlich. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass das Virus auch unser Land erreicht“, sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD). Sein Ministerium kündigte an, dass sich Geflügelhalter im Land auf eine Stallpflicht einstellen sollten. Eine entsprechende Anordnung sei bereits vorbereitet. Nach Angaben des Ministeriums werden derzeit tote Wildvögel untersucht. Sollte dabei das Virus nachgewiesen werden, werde umgehend die Aufstallungspflicht erlassen, kündigte Backhaus an.

Die gefährliche Variante der Vogelgrippe vom Typ H5N8 wurde bereits bei Wildvögeln am Bodensee festgestellt. In Schleswig-Holstein sammelten Mitarbeiter der Stadt Plön mehr als 200 tote Wildvögel ein. Die Ausbreitung des hochansteckenden Erregers steht laut vieler Experten im Zusammenhang mit dem Vogelzug.  
 

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erstellt am 09.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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