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Mecklenburg-Vorpommern

31. Juli 2016 | 09:22 Uhr

Bildungspolitik : Unis wollen wieder mehr „Landeskinder“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Zeiten von Zulassungsrekorden an den Hochschulen in MV sind vorbei

Ein Studium in Mecklenburg-Vorpommern ist weiter gefragt, doch die Zeiten kontinuierlich steigender Studentenzahlen sind vorbei. Die Fachhochschulen mit rund 12 300 Studierenden starten heute in das Wintersemester – mit nahezu gleichbleibenden oder gar sinkenden Erstsemesterzahlen im Vergleich zum Vorjahr.

An der Hochschule Neubrandenburg beginnen knapp 600 Studierende ein Studium, an der Hochschule Wismar inklusive des kostenpflichtigen Fernstudiums rund 1500 Erstsemester – im Vergleich zum Vorjahr stabile Zahlen, wie eine Umfrage ergab. In Stralsund starten rund 600 Erstsemester ins Studium. Im vergangenen Jahr waren dort noch 685 Studierende neu begrüßt worden.  

Ein Grund für den Rückgang liege in der aktuellen demografischen Entwicklung im Land und der damit einhergehenden Halbierung der Zahl von interessierten Jugendlichen, sagte der Sprecher der Fachhochschule Stralsund, Rudi Wendorf. Der Anteil der „Landeskinder“ hat sich in Stralsund von einst 75 Prozent auf 44 reduziert. Alle Hochschulen werben gezielt in den westlichen Bundesländern, um die Rückgänge von Studierenden aus MV auszugleichen. In Wismar ist die Nachfrage nach den kostenpflichtigen Fernstudiengängen erheblich, rund die Hälfte der dort 8000 Immatrikulierten sind Fernstudenten, wie Hochschul-Sprecherin Kerstin Baldauf sagte.

Die Hochschule für Musik und Theater und die Universitäten in Rostock und Greifswald starten im Oktober ins Wintersemester – Prognosen der Hochschulen zufolge mit im Vergleich zum Vorjahr stabilen Studierendenzahlen. Die Einschreibungen laufen noch. In Greifswald hatten sich bis Mitte September 1650 Studierende immatrikuliert. Rostock rechnet bis Oktober mit 2800 bis 3000 Erstsemester-Studierenden, wie Uni-Sprecherin Jana Powilleit sagte.

Die Hochschulen in MV müssen auch wegen der wegfallenden Studiengebühr stärker als früher um neue Studenten buhlen. Zum Wintersemester 2014/2015 hat Niedersachsen als letztes Bundesland die allgemeinen Studiengebühren abgeschafft.

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erstellt am 21.Sep.2014 | 20:15 Uhr

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