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Mecklenburg-Vorpommern

29. September 2016 | 07:01 Uhr

Ralph Weber von AfD : Umstrittener Kandidat für das Landtagsvizepräsidenten-Amt

vom
Aus der Onlineredaktion

Die AfD-Fraktion hat den umstrittenen Greifswalder Jura-Professor Ralph Weber als Kandidat für das Amt des Landtagsvizepräsidenten nominiert. Die Nominierung sei mit großer Mehrheit erfolgt, teilte Fraktionschef Leif-Erik Holm gestern in Schwerin mit. Weber hatte bei der Wahl am 4. September in Vorpommern ein Direktmandat errungen. Ihm wird vorgeworfen, mit Kleidung der bei Rechten beliebten Modemarke Thor Steinar in der Uni erschienen zu sein und den früheren Sänger einer rechtsextremen Band promoviert zu haben. Außerdem soll ein „Reichsbürger“ in einer seiner Uni-Veranstaltungen aufgetreten sein.

Der „Ostsee-Zeitung“ sagte Weber, im Fall von Thor Stei-nar habe er zeigen wollen, dass man eine Kleidermarke nicht generell mit einem Makel belegen könne. Zu der Promotion erklärte er, er frage nicht, was ein Promovierender politisch denke. Die Veranstaltung mit dem „Reichsbürger“ habe er abgebrochen, nachdem der Mann gesagt habe, Preußen sei nicht untergegangen und bestehe fort. Anhänger der „Reichsbürger“-Bewegung erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute.

Peter Ritter (Linke), kündigte an, seine Fraktion werde Weber nicht zum Landtagsvizepräsidenten wählen. SPD-Fraktionschef Mathias Brodkorb sagte: „Die AfD tut sich mit dieser Entscheidung nicht unbedingt einen Gefallen.“ Der DGB-Nord-Vize Ingo Schlüter forderte: „Für den keine Stimme.“

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