zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

30. März 2017 | 00:43 Uhr

Wittenburg : Totes Baby bleibt unbekannt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ermittlungen im Fall des Wittenburger Säuglings gestalten sich schwierig. Gutachten stehen noch aus.

Auch zwei Wochen nach dem Fund einer Babyleiche in Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Hagenow) sind die Hintergründe unklar. „Wir kennen die Identität des Babys bisher nicht und wissen auch noch nicht, wer die Mutter ist“, sagte gestern Claudia Lange, Sprecherin der Schweriner Staatsanwaltschaft. Zwar hätten ein Fahndungsaufruf der Behörde und die Auslobung einer Belohnung von 2000 Euro zu einigen Hinweisen geführt. „Aber eine heiße Spur hat sich daraus bisher nicht entwickelt“, so die Behördensprecherin.

Die rechtsmedizinischen Untersuchungen der Babyleiche sind noch nicht abgeschlossen. Ergebnisse der feingeweblichen Analyse stehen noch aus, hieß es. Fest steht allerdings, dass der Säugling nach seiner Geburt noch eine gewisse Zeit gelebt hat. Über die Zeitdauer konnte die Staatsanwaltschaft keine Angaben machen.

Am frühen Nachmittag des 1. März hatten Spaziergänger in einem Waldstück in der Nähe des Sportplatzes in Wittenburg die Leiche eines weiblichen Babys gefunden. Das gut zugängliche Waldstück befindet sich in unmittelbarer Nähe zweier Wohnsiedlungen. Nach den bisherigen Ermittlungen wurde die Leiche am gleichen Tag dort abgelegt.

Die Aufklärung des Verbrechens und die Suche nach der Mutter sind deshalb so schwierig, weil es kaum Ermittlungsansätze für die Kripo-Beamten gibt. Die Polizei konzentriert sich derzeit auf die Suche nach möglichen Zeugen und befragt Bewohner in der Umgebung. Auch wurde die Gegend um den Fundort mehrfach nach möglichen Spuren abgesucht.

Ein ähnlicher Fall ebenfalls in Westmecklenburg aus dem Jahr 2011 konnte bis heute nicht aufgeklärt werden. Ein Angler fand damals am 8. Dezember am Ufer der Stepenitz nahe des Dorfes Gottmannsförde (Landkreis Nordwestmecklenburg) einen toten Säugling, der nur wenige Tage gelebt hatte. Anders als bei dem Baby in Wittenburg, hatte die Leiche des kleinen Jungen mehrere Tage am Fundort gelegen.

Nachdem die Rostocker Gerichtsmedizin den Körper des Babys freigegeben hatte, organisierte die Gadebuscher Kirchgemeinde im Februar 2012 eine Trauerfeier und die Beisetzung des namenlosen Kindes.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Mär.2017 | 20:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen