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Mecklenburg-Vorpommern

26. September 2016 | 00:31 Uhr

Video: Agrarmesse Mela geht zu Ende : Staunen über Tiere und Technik

vom

Mit der großen Landestierschau und Schauprogrammen mit Pferden und Hunden ist die Landwirtschaftsausstellung MeLa in Mühlengeez zu Ende gegangen. Traditionell besuchten am Wochenende vor allem Familien die große Agrarschau.

Nach vier turbulenten Tagen ist am Sonntag die Landwirtschaftsausstellung MeLa auf dem Messegelände in Mühlengeez bei Güstrow zu Ende gegangen. Nach Angaben der Veranstalter nutzten 70 700 Gäste die traditionelle Fachmesse, um sich über Entwicklungen in der Landwirtschafts- und Ernährungsgüterbranche zu informieren und Erfahrungen auszutauschen. Die erneut große Resonanz zeige den hohen Stellenwert, den Fachleute und Verbraucher der Ausstellung beimessen, sagte Geschäftsführerin Christin Weinhold zum Abschluss. 739 Aussteller und 300 Tierzüchter hätten zum Gelingen beigetragen.

Die Agrarschau war in diesem Jahr überschattet von massiven Existenznöten vieler Landwirte. Vor allem die anhaltend niedrigen Preise für Rohmilch waren Thema bei Fachforen und auch beim Landesbauerntag und Anlass für Proteste der Bauern. „Zum ersten Mal nach 25 Jahren fand die MeLa ohne Milchkühe statt. Ich hoffe sehr, dass der Protest der Bauern Wirkung zeigt und auch die Verbraucher wach rüttelt. Wir brauchen endlich faire Preise. Milch ist mehr wert und gehört nach Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD). Zu der Milchmarktkrise komme die schlechte Ernte bei Getreide und Raps.

 

Trotz aller aktuellen Probleme sei der direkte Kontakt zwischen Landwirten und Verbrauchern wichtig. Und dafür bleibe die MeLa „ein Erfolgskonzept“, sagte Backhaus. Die Ausstellung biete ein Schaubild für alle Bereiche des ländlichen Raums, „ein Stück Mecklenburg-Vorpommern auf knapp 20 Hektar“. Die MeLa habe gezeigt, dass die hiesige Land- und Ernährungswirtschaft sehr gut aufgestellt sei und viel zu bieten habe.

Dem pflichtete Bauernverbandspräsident Detlef Kurreck bei: „Auch wenn wir Landwirte in diesem Jahr mit der Milchmarktkrise und einer besonders schlechten Ernte zu kämpfen haben, war es uns als Berufsstand ein besonderes Anliegen, auf der MeLa mit den Fachleuten aus der Agrarbranche und den interessierten Besuchern ins Gespräch zu kommen“, sagte er. Die MeLa wirke weit über die Landesgrenzen hinaus, fördere so den Dialog und die Akzeptanz für die Landwirtschaft.

Mehr als 1000 Produzenten, Händler und Institutionen aus Landwirtschaft und Ernährung, Fischerei, Forst, Jagd und Gartenbau hatten ihre Produkte und Leistungen gezeigt. Anziehungspunkte waren erneut auch die Vorführungen moderner und historischer Landtechnik sowie am Sonntag die Landestierschau. Überschattet wurde der Abschlusstag laut Weinhold von einem Reitunfall. Eine junge Reiterin sei zu weiteren Untersuchungen in eine Klinik gebracht worden.

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erstellt am 18.Sep.2016 | 20:55 Uhr

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