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Mecklenburg-Vorpommern

28. September 2016 | 12:15 Uhr

Rekordtemperaturen im September : Sommerhitze füllt die Wartezimmer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Spitzenwerte um die 30 Grad haben auch ihre Schattenseiten

Mehr Notfälle und längere Wartezeiten für Patienten. Die hochsommerlichen Temperaturen in den vergangenen Tagen mit Spitzenwerten um die 30 Grad haben auch ihre Schattenzeiten. In den Notaufnahmen und Ambulanzen behandeln die Mediziner auch Mitte September noch viele Patienten mit Symptomen, die man eher aus dem Hochsommer kennt. „In unserer Ambulanz ist es in diesen Tagen deutlich voller als sonst“, sagt Dr. Robert Rotter, Oberarzt in der Unfallchirurgie der Universitätsmedizin Rostock.

Besonders ältere Menschen bekommen laut Rotter durch die Hitze Kreislaufprobleme. Durch Stürze seien Verletzungen möglich. Mitunter müssten Patienten mit Brüchen stationär aufgenommen werden, dadurch verlängerten sich die Wartezeiten in der Ambulanz.

Auf ihre Pausen müssen teilweise auch die Mediziner und Pflegekräfte in der zentralen Notaufnahme des Greifswalder Universitätsklinikums verzichten. Im Sommer und in der Urlaubszeit würden bedeutend mehr Patienten behandelt, erklärt Dr. Peter Hinz, stellvertretender Direktor der Klinik für Unfall- und Wiederherstelllungschirurgie. Das schöne Wetter verleite zu vielen Aktivitäten. Da blieben Unfälle nicht aus.

Ein Phänomen, das dem Mediziner in seinem Haus aufgefallen ist: Derzeit müssten er und seine Kollegen sich häufiger um Fersenbein-, Becken- und Rippenbrüche kümmern, weil Patienten bei sommerlichen Aktivitäten gestürzt seien.

Der September in diesem Jahr bricht laut Deutschem Wetterdienst Hitzerekorde in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Insel Poel wurde vor drei Tagen mit 32,6 Grad ein neuer Spitzenwert für einen 13. September gemessen. Auch in anderen Landesteilen wurden mit Temperaturen von über 30 Grad neue Höchstwerte für diesen Monat gemessen. Bei aller Freude über den verspäteten Sommergruß: Bei direkter Sonneneinstrahlung drohen Kopfschmerzen, Sonnenstich und Sonnenbrand. „Vor allem ältere Menschen sollten ausreichend trinken. Am besten regelmäßig kleine Mengen“, empfiehlt Mediziner Rotter. Und auch die Polizei hat noch einen Tipp parat. Allerdings für Vierbeiner. Hunde sollten bei der Hitze nicht im Auto zurückgelassen werden.

Aber für das Wochenende ist Linderung angesagt: Tief „Stephanie“ bringt vor allem am Samstag eine kühle Regendusche. Der Herbst stellt die Zeichen auf Veränderung.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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