zur Navigation springen

Mecklenburg-Vorpommern

24. Juli 2016 | 01:08 Uhr

Badeunfälle : Schwimmen in der Ostsee bleibt gefährlich

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nordost-Wind sorgt vor den Küsten Vorpommerns für Risiko beim Baden – von Samstag an Besserung in Sicht

Das Schwimmen in der Ostsee bleibt wegen starken Windes vor allem in Vorpommern gefährlich. Die Retter auf Usedom und Rügen hissten am Donnerstagmorgen beispielsweise an den Stränden von Trassenheide, Ahlbeck und Sellin die gelbe Flagge. Baden war dort zwar erlaubt, jedoch nur für geübte Schwimmer. In Binz, wo zunächst keine Flaggen gehisst waren, frischte der Wind gegen Mittag auf. In Schleswig-Holstein am Timmendorfer Strand blieb die rote Flagge gehisst. Dort galt weiter das von den Rettern empfohlene Badeverbot.Noch immer weht der Nordostwind in Vorpommern mit Stärke drei bis fünf, wie Uwe Ulbrich vom Wetterdienst Meteomedia auf Hiddensee sagte. In Spitzen könnte die Stärke sieben erreicht werden.

Entspannung ist zum Wochenende in Sicht. Der Wind soll dann auf Ost drehen, erreicht eine Stärke bis 3, in Böen bis 5. Je höher die Wellen, desto stärker ist die Unterströmung, die sie beim Zurückfluten erzeugen. Das ist Badenden zum Verhängnis geworden.

Am vergangenen Wochenende kamen in Mecklenburg-Vorpommern  sieben Menschen bei Badeunfällen ums Leben.  „Nach diesen Todesfällen sind die Urlauber sensibilisierter geworden“, sagte der Binzer DLRG-Rettungsschwimmer Maik Grotsch am Donnerstag. Es riefen sogar Urlauber von unbewachten Stränden auf den DLRG-Wachtürmen an, um nachzufragen, ob geflaggt und das Baden gefährlich sei. In Rügens größtem Ostseebad Binz messen Rettungsschwimmer im Abstand von rund zwei Stunden die Wellenhöhe und Unterstömung, indem sie selbst ins Wasser gehen, die Wasserströmung in Beinhöhe einschätzen und sich dabei auch auf den Meeresgrund legen, um zu spüren, mit welcher Kraft der Körper abgetrieben wird. „Die gefährlichste Stelle ist dann maßgebend für den Strand“, sagte Grotsch. In Binz haben sich Rettungsschwimmer und Bürgermeister bereits zusammengesetzt, um über Konsequenzen nachzudenken und die Sicherheit zu erhöhen. So sollen zwei Masten verlängert oder umgesetzt werden, damit die Beflaggung besser zu sehen ist, wie Grotsch sagte.Die Mecklenburger Bucht war weniger von dem Nordostwind betroffen. In Boltenhagen wurde am Donnerstagmorgen keine Warnflagge aufgezogen. In Rostock-Warnemünde setzte die DRK-Wasserwacht am Donnerstagvormittag ebenfalls keine Warnflaggen. Zahlreiche Urlauber ließen sich am Strand nieder. Ins Wasser wagten sich bei einer frischen Brise aber nur wenige Schwimmer. 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen