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Mecklenburg-Vorpommern

09. Dezember 2016 | 12:41 Uhr

Pegel wirbt um Änderungen : Schwertransporte künftig ohne Polizei

vom
Aus der Onlineredaktion

Private sollen Laster mit Windrädern begleiten

Künftig sollen private Firmen die Begleitung überlanger und überschwerer Fahrzeuge übernehmen und damit die Polizei entlasten. Beamte sollen nur noch eingesetzt werden, wenn zum Beispiel der Verkehr auf der Gegenfahrbahn angehalten werden muss. „Wir brauchen diese Änderung – und das möglichst schnell“, sagte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) gegenüber unserer Zeitung. Heute wollen sich die Verkehrsminister der Länder und des Bundes auf ihrer Konferenz in Stuttgart auf Einzelheiten verständigen. Pegel werde für die Änderungen als Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz in Stuttgart bei den Länderkollegen werben.

Mit der Energiewende und dem Ausbau der Windenergie sind die Großraum- und Schwertransporte zunehmend zum Problem geworden. Immer häufiger müssen Teile von Windrädern über weite Strecken transportiert werden. Nach Angaben des Innenministeriums hat sich die Zahl der Transporte allein in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren fast vervierfacht. Mussten 2009 noch 1500 Schwerlaster von der Polizei begleitet werden, waren es im vergangenen Jahr bereits 5550 Transporte. Bei jedem Einsatz sind bis zu sechs Fahrzeuge der Polizei im Einsatz.

Bei der Begleitung der Schwerlasttransporte werden in der Regel Polizisten eingesetzt, die für Verkehrskontrollen zuständig sind. Die zunehmende Belastung führte dadurch immer öfter zu personellen Problemen bei der Verkehrsüberwachung.

„Eine enorme Belastung“, so Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Seit 2008 werben die Innenminister deshalb für verkehrsrechtliche Veränderungen. Der Bundesrat hatte in der vorletzten Septemberwoche seine Zustimmung für Änderungen gegeben. Geregelt werden muss jetzt, dass nur fachlich geeignete und zuverlässige Dienstleister diese verantwortungsvolle Aufgabe der Begleitung übernehmen, hieß es.

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erstellt am 06.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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