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Mecklenburg-Vorpommern

10. Dezember 2016 | 02:10 Uhr

Bevölkerungsentwicklung : Schwerin wird jünger, aber MV altert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Landeshauptstadt profitiert vom Zuzug junger Familien. Das Land leidet jedoch insgesamt unter der Abwanderung

In Sachen Verjüngungskur steht Schwerin bundesweit an der Spitze. Nach einer Untersuchung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft auf Basis von Daten der Statistischen Ämter von Bund und Ländern für 2015 sank der Altersdurchschnitt in der Landeshauptstadt gegenüber 2014 um zwölf Monate auf 45,6 Jahre. So stark habe sich die Bevölkerung in diesem Zeitraum in keinem anderen der 402 Stadt- und Landkreise in Deutschland verjüngt.

 

Für Schwerins Baudezernenten Bernd Nottebaum kommt dieses Ergebnis nicht überraschend: „Wir bereiten weitere Wohngebiete in der Stadt vor, weil die Nachfrage von jungen Familien von außerhalb groß ist.“ Seit Jahren verzeichne Schwerin mehr Zuzüge als Wegzüge, steige die Einwohnerzahl stetig, so Nottebaum. Diese Entwicklung setze die Stadt aber auch unter Zugzwang, sagt Sozialdezernent Andreas Ruhl: Die Schul- und Kita-Planung müsse immer wieder angepasst werden.

Über einen längeren Zeitraum betrachtet, hält der Alterungsprozess in MV allerdings an. So hat das Land laut Studie der Versicherungswirtschaft die fünftälteste Bevölkerung Deutschlands. Im Schnitt hatten die Menschen 2015 im Nordosten 46,5 Jahre auf dem Buckel – 8,2 Jahre mehr als 1995. In keinem anderen Bundesland sei das Durchschnittsalter so stark nach oben gegangen. Auf Platz eins der Statistik liegt Sachsen-Anhalt mit 47,4 Jahren, auf Platz zwei Brandenburg mit einem Plus von 7,5 Jahren auf 46,8 Jahre.

Der Durchschnittseinwohner im Nordosten ist den Angaben zufolge gut zwei Jahre älter als in Deutschland insgesamt, wie es weiter hieß. Grund sei die Abwanderung junger Menschen. Das zeige sich auch auf Kreisebene in MV: Am ältesten ist die Bevölkerung demnach im Landkreis Vorpommern-Rügen mit 47,6 Jahren, gefolgt vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (47,4).

 

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erstellt am 04.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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