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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2016 | 14:45 Uhr

Breitbandausbau : Schnelleres Internet für MV

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Städtetag bringt Verbandsmodell für Breitbandausbau ins Gespräch

Der Städte- und Gemeindetag will mit Hilfe eines landesweiten Zweckverbandes mehr Tempo in den Ausbau schneller Internetverbindungen in Mecklenburg-Vorpommern bringen. Der Verband solle mit Hilfe angekündigter öffentlicher Zuschüsse für die Netzinstallation in noch unterversorgten ländlichen Regionen sorgen und die Leitungen an Betreiber verpachten. So könnten Einnahmen erzielt werden, die dem Netzausbau in größeren Gebieten dienen.

Der Kommunalverband befürchtet, dass die vom Land bislang verfolgte Strategie, von den einzelnen Landkreisen die Festlegung von Ausbauschwerpunkten zu verlangen und danach die Förderung beim Bund zu beantragen, längerfristig ohne Erfolg bleibt.

Andreas Wellmann, Städtetag-Geschäftsführer, hält eine zentrale Planung für das Land für sinnvoller und wirbt für den Weg des Zweckverbandes. „Die Idee wird mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums auf ihre Umsetzbarkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit geprüft. Ergebnisse werden in der ersten Jahreshälfte 2016 vorliegen“, kündigte er an.

Auf 2,3 Milliarden Euro schätzen Experten die Kosten für ein flächendeckendes schnelles Internet in Mecklenburg-Vorpommern. Private Kommunikationsunternehmen schrecken angesichts der dünnen Besiedlung und der damit verbundenen hohen Leitungskosten vor dem Netzausbau zurück. Deshalb stellt die Bundesregierung dafür bundesweit mehr als zwei Milliarden Euro bereit. Nach Angaben von Landes-Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) werden diese Zuschüsse nach dem „Windhund-Prinzip“ verteilt und gehen direkt an kommunale Projekte.

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