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Mecklenburg-Vorpommern

31. Juli 2016 | 00:39 Uhr

Umfrage: Wie gut war der Winterdienst? : Schnee und Eis behindern Verkehr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schnee und Eis haben heute Morgen für Probleme auf den Straßen von MV gesorgt. Wie gut war der Winterdienst vorbereitet? Ihre Meinung ist gefragt.

Es wird ein bisschen weiß – und gefährlich. In Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sind am Freitag die ersten Schneeflocken des Jahres gefallen. Zeitgleich stiegen die Temperaturen. Die Wetterdienste warnen bis Sonnabend vor gefrierender Nässe und Glatteis. Beim Schülerverkehr kam es zu Einschränkungen. So fuhren aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse in den Landkreisen Nordwestmecklenburg, Rostock und teilweise im Raum Ludwigslust bis circa 10 Uhr keine Busse – auch keine Schulbusse, teilten die Betreiber mit. Schulfrei wie in Niedersachsen gebe es laut Bildungsministerium deshalb aber nicht – den gesamten Winter.

Grundsätzlich gilt: Die Schulen seien geöffnet und der Unterricht fände statt, letztendlich würden aber die Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder bei schwieriger Witterung zur Schule schicken. Schüler, die deswegen nicht zur Schule kommen könnten, sind laut Ministerium grundsätzlich entschuldigt. Weitere Informationen können Eltern bei den Schulen oder den Landkreisen bzw. den kreisfreien Städten einholen.

War der Winterdienst gut genug auf den ersten Schnee vorbereitet?

Ja, die Straßen waren rechtzeitig geräumt und gestreut.
32 Stimmen
43,8%
Nein, die Straßen hätten früher geräumt und gestreut werden sollen.
41 Stimmen
56,2%
 

Auf den Straßen des Landes blieb es weitgehend ruhig. Im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Rostock wurden nur 19 jeweils leichtere Unfälle mit Blechschaden gemeldet. Auf den Autobahnen habe es keine Behinderungen gegeben. Die Winterdienste sind unterwegs. Nach Angaben eines Sprechers der Deutschen Bahn gab es im Zugverkehr lediglich auf der Strecke Bützow-Pasewalk wegen starker Schneefälle nennenswerte Behinderungen. Alle Strecken würden bedient, die Reisenden sollten jedoch Verspätungen bis zu 25 Minuten einkalkulieren.

 

Wärmer,  aber gefährlich

Die Zeit der klirrenden Kälte in Mecklenburg-Vorpommern scheint vorerst beendet. Meteorologen des Deutschen Wetter-Dienstes (DWD) erwarten zum Wochenende einen deutlichen Temperaturanstieg im Nordosten. Zwar soll in MV der erste Schnee des Jahres fallen, die weiße Pracht zeigt sich  aber nur kurz: Der angekündigte Schnee bleibt nicht liegen. Vorsicht sei dennoch geboten. Bis morgen könnte der Niederschlag auf den Straßen zu Glatteis führen. Zudem sei das Betreten von bislang zugefrorenen Seen lebensgefährlich. Es sei nicht dick genug und würde durch die höheren Temperaturen zügig schmelzen.

Von einem winterlichen Chaos wie in anderen Bundesländern ist MV aber entfernt.  In Niedersachsen war am Donnerstag an jeder dritten Schule der Unterricht ausgefallen – wegen Blitzeis und Schnee. „Für den Fall der Fälle gäbe es immer einen Notfallplan“, sagte der Leiter des Schulamtes Schwerin Gerd Jaaks gegenüber unserer Zeitung.

<p>Die „Görmitz“ ist zurzeit der einzige Eisbrecher in MV </p>

Die „Görmitz“ ist zurzeit der einzige Eisbrecher in MV

Alles im Griff also? Im östlichsten Hafen des Landes bleibt die Situation kritisch – trotz ansteigender Temperaturen. Seit zwei Wochen ist das Stettiner Haff zugefroren; die Eisschicht mehr als 15 Zentimeter dick. Der Eisbrecher „Görmitz“ hat die Fahrrinne für einen Frachter aus Litauen freigemacht, der heute erwartet wird. Auf rund 30 Kilometer Länge brach die Crew um Kapitän Jens Barnekow das Eis zwischen dem Industriehafen Ueckermünde und der polnischen Grenze. Hält die Eisbildung weiter an, droht die Schließung des Hafens, wie schon im Dezember 2015. Auf die „Görmitz“ – derzeit einziger einsatzbereiter Eisbrecher im Land – warten weitere Aufträge im Greifswalder Bodden.  Die zwei weiteren als Eisbrecher arbeitenden Schiffe liegen auf der Werft: Die „Ranzow“ ist seit September auf der Fassmer-Werft in Berne, die „Arkona“ auf der Volkswerft. Beide Schiffe sollen aber in Kürze  zur Verfügung stehen, wie es vom Wasser- und Schifffahrtsamt hieß. Laut  des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie wird sich die Neueisbildung mit dem angekündigten Tauwetter in den nächsten Tage einstellen.

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von
erstellt am 07.Jan.2016 | 20:55 Uhr

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