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Mecklenburg-Vorpommern

27. September 2016 | 15:50 Uhr

Festspiele MV : Schlussakkord für Saison voller Höhepunkte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„Es ist so schön, wieder in Mecklenburg zu sein…“ Wen Daniel Müller-Schott nicht schon zuvor mit Elgars Konzert e-Moll für Violoncello und Orchester in seinen Bann gezogen hatte, der war spätestens nach diesem Satz „hin und weg“. Denn der jungenhafte Violoncellist, der am Sonnabend in der Neubrandenburger Konzertkirche zusammen mit der NDR Radiophilharmonie unter Karl-Heinz Steffens das diesjährige Abschlusskonzert der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern bestritt, steht wie kaum ein anderer für dieses ebenso familiäre wie spektakuläre Festival: 1995 wurde Müller-Schott mit dem ersten Solistenpreis der Festspiele ausgezeichnet, 2008 prägte er als Preisträger in Residence eine ganze Saison. Und kam auch seitdem regelmäßig wieder – wie auch viele andere ganz große Klassik-Interpreten.

Dieses ganz besondere Händchen dafür, früh große Talente zu entdecken, zu fördern und an sich zu binden, zeichnet die Festspiele aus – und hat mit dazu beigetragen, sie zum drittgrößten deutschen Klassikfestival zu machen. Mit rund 80 000 Besuchern kamen in diesem Jahr 5000 mehr als in der bisherigen Festspiel-Rekordsaison 2015. Immerhin 80 der 133 Veranstaltungen waren komplett ausverkauft, die Platzauslastung lag bei 90 Prozent. „Deutschland ist in diesem Jahr nicht Europameister geworden, aber unser Publikum hat einen Weltmeistertitel verdient“, bedankte sich ein sichtlich zufriedener Intendant Markus Fein am Sonnabend. Für Kultus-Staatssekretär Sebastian Schröder waren die Festspiele 2016 „phantastische Werbung für unser Bundesland“.

Höhepunkte gab es in dieser Saison wieder en masse, wie Fein aufzählte: Das aufregendste Konzert war das der französische Starpianistin Hélène Grimaud in Redefin, deren Begleitung, das Australian Youth Orchester, wegen eines Sturms in Frankfurt festsaß. Das wohl spektakulärste Konzert gab es im GreifswalderMax-Planck-Institut, den Forschungsreaktor Wendelstein 7x unmittelbar im Blick. Das beschwingteste Konzert war das Sommerfest in Ulrichshusen, das innovativste das Nachtkonzert in der Reihe „360º Klavier“, am heitersten der „Jahrmarkt der Sensationen“. Und über allem residierte eine elfenhafte Vilde Frang, die sich mit 17 Konzerten in die Herzen des Publikums spielte.

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erstellt am 18.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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