zur Navigation springen

Mecklenburg-Vorpommern

07. Dezember 2016 | 13:31 Uhr

Sassnitz : Schiff verliert Teile für einen Windpark

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Suche nach den Pfählen vor Rügen angelaufen

Ein Schleppverband hat am Montag vor Rügen bei strammem Nordostwind zwei 40 Meter lange Fundamentpfähle für Windparks verloren. Der niederländische Schlepper „Viking“ war nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Stralsund auf dem Weg vom polnischen Stettin in die Nordsee nach Nordenham bei Bremerhaven (Niedersachsen).

Die Fundamentteile – sogenannte transition pieces – waren auf einer von der „Viking“ geschleppten Barge gelagert. Sie werden in einem Areal etwa neun Seemeilen nördlich vor Stubbenkammer vermutet, wie ein Sprecher sagte.

Ersten Erkenntnissen zufolge waren die Fundamentpfähle, die einen Durchmesser von etwa acht Metern haben, stehend transportiert worden. Warum die Teile von der Barge kippten und ob sie unzureichend gesichert waren, sei noch unklar.

Am Morgen herrschte in dem Seegebiet Windstärke fünf bis sechs. Die Untersuchungen dazu liefen. Die Reederei und der Eigentümer würden aufgefordert, die Teile zu bergen. Die „Viking“ kehrte nach dem Vorfall nach Stettin zurück.

Es ist nicht das erste Mal, dass Offshore-Teile verloren gehen. 2013 hatte ein Schiff in der Kadetrinne zwei Stützen verloren. Eine davon hatte später einen britischen Frachter beschädigt. Das Mehrzweckschiff „Arkona“ hatte im betroffenen Seegebiet noch gestern mit der Suche begonnen. Das Wasser hat dort eine Tiefe von etwa 30 bis 40 Metern. Die Schifffahrt ist aufgerufen, das Gebiet weiträumig zu umfahren, weil unklar sei, wie und ob die Pfähle auf dem Boden zum Liegen gekommen seien. Sollten die Teile eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen, werde eine Gefahrentonne ausgelegt, sagte der WSA-Sprecher.

Nach Angaben der Wasserschutzpolizei handelt es sich bei den verloren gegangenen Konstruktionsteilen nicht um Gefahrgut für die Umwelt. Menschen seien nicht verletzt worden. Sämtliche Sicherheitsmaßnahmen seien nach Kenntnis der Wasserschutzpolizei eingeleitet.

zur Startseite

von
erstellt am 07.Nov.2016 | 20:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen