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Mecklenburg-Vorpommern

28. September 2016 | 15:40 Uhr

Schwarze Schar MC Wismar : Polzin verkauft Rocker-Vereinsheim

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Eine delikate Aufgabe für Finanzministerin Heike Polzin (SPD): Die höchste Schatzmeisterin des Landes muss das Vereinsheim der inzwischen verbotenen Rocker des „Schwarzen Schar MC Wismar“ verkaufen und den Erlös abzüglich des Verwaltungsaufwandes einem gemeinnützigen Zweck zukommen lassen. Fraglich ist, ob die SPD-Politikerin und der ihrem Ministerium unterstellte Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) dabei die 90 000 Euro erzielen, die die Rocker vor Jahren für Kauf und Umbau der Immobilie bezahlt haben. Denn der Ruf des Objektes ist lädiert. Unklar ist auch, ob die 25 heimatlosen Rocker nach ihrer Enteignung den neuen Besitzer akzeptieren werden.

Das Vereinshaus „Zum Schwarzen Herzog“ im Gewerbegebiet von Gägelow (Landkreis Nordwestmecklenburg) war mit dem Verbot der „Schwarzen Schar“ am 9. Januar 2014 beschlagnahmt worden. Einen Monat hatten die Betroffenen danach Zeit, gegen das Verbot Beschwerde einzulegen und das Vereinshaus zurückzufordern. Dies sei nicht erfolgt, teilte gestern das Innenministerium mit. Damit wurde das Clubhaus Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte den „Schwarze Schar MC Wismar“ und die zu diesem Club gehörende Teilorganisation „Schwarze Jäger MC Wismar“ verboten und aufgelöst, weil der Rockervereinigung zahlreiche schwere Straftaten angelastet werden.

Den Verein gibt es seit Ende 2008, er beansprucht Wismar als sein Territorium und gilt wie die „Hells Angels“ als gewaltbereit. Viele der Mitglieder – wie ihr Anführer Philip Schlaffer – kommen aus der Wismarer Neonazi-Szene.

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erstellt am 12.Mär.2014 | 21:12 Uhr

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