zur Navigation springen

Politik MV

29. Juli 2016 | 02:15 Uhr

Europawahl 2014 : Werben um wahlmüde Jungwähler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Modernstes Wahlrecht – Beteiligung eher gering

Bei der Kommunalwahl dürfen in Mecklenburg-Vorpommern bereits Jugendliche ab 16 Jahre wählen. Für die EU-Wahl gilt noch Wahlalter 18.

Ende Mai können 1,4 Millionen Wähler über die Zusammensetzung der Kreistage, Stadt- und Gemeindevertretungen entscheiden. Für 30 000 junge Leute bietet sich erstmals die Gelegenheit, am demokratischen Akt teilzunehmen. Landesjugendring (LJR) und Landeszentrale für politische Bildung (LpB) versuchen zu mobilisieren. „Rund 40 Schulen nehmen am Projekt ’Juniorwahl’ teil“, sagt LpB-Direktor Jochen Schmidt. Dabei wird die Wahl von der Benachrichtigung über die Stimmabgabe bis zur Auszählung durchgespielt. „Das ist ein Stück Demokratielehre“, so Schmidt. Auch 2013 vor der Bundestagswahl sei das Angebot oft genutzt worden – der Effekt indes ist unklar. Die Daten lägen noch nicht vor, hieß es von der Landeswahlleitung.

In der Vergangenheit war die Beteiligung der Unter-21-Jährigen deutlich niedriger als der Gesamtdurchschnitt. Zur Europa-Wahl 2009 wählten nur 33 Prozent der 18 bis 21-Jährigen – bei Gesamt-Beteiligung von 46,6 Prozent.

Schmidt befürchtet, dass am 25. Mai die Jungwähler wieder nur mäßig wählen. „Politik wird vor allem über Medien wahrgenommen. Und da kommen die Wahlen bisher kaum vor.“ Deshalb sei die Schule ein „enorm wichtiger Faktor“. Der LJR stellt Pädagogen das eigene Planspiel „Leben. Lieben. Kreuzchen machen“ bereit. „Das zeigt Jugendlichen, dass dies wesentlicher Teil demokratischer Teilhabe ist und sehr wichtig für eine funktionierende Demokratie“, so LJR-Mitarbeiter Christian Thönelt. Bislang habe es sechs dieser vier bis fünf Stunden dauernden Planspiele gegeben, mit guter Beteiligung.

zur Startseite

von
erstellt am 04.Mai.2014 | 20:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen