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Politik MV

30. Juli 2016 | 01:39 Uhr

CDU-Parteitag Neubrandenburg : Merkel sieht Flüchtlinge als Aufgabe des Jahres, Caffier zum Spitzenkandidaten gewählt

vom

Bundeskanzlerin Angela Merkel benennt die Begrenzung des Flüchtlingsstroms als Ziel für 2016, Lorenz Caffier mit großer Mehrheit als Spitzenkandidat gewählt. Die CDU hält ihren Parteitag in Neubrandenburg, begleitet von Protesten vieler AfD-Anhänger.

Auf dem Parteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommerns in Neubrandenburg bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel die Begrenzung des Flüchtlingsstroms als Ziel für 2016. "Wie schaffen wir es, die Zahl er Flüchtlinge dauerhaft und nachhaltig zu reduzieren, das ist die Aufgabe des Jahres", so die CDU-Bundesvorsitzende. Merkel. Mit Hochdruck arbeite die Bundesregierung am Schutz der Außengrenzen der EU, versprach sie.

Merkel mahnte die Deutschen aber auch, sich in der öffentlichen Debatte an ihre Werte zu erinnern. Man könne und dürfe nicht sagen, Muslime dürfen nicht nach Deutschland kommen. Man könne nicht immer seine Werte vor sich hertragen,und dann, wenn man gefragt ist, sich verweigern. "So funktioniert Europa nicht", rief sie.

CDU-Landeschef Lorenz Caffier ist mit großer Mehrheit zum Spitzenkandidaten seiner Partei für die Landtagswahlen im September gewählt worden. Caffier erhielt 124 Stimmen von den 138 Delegierten - 89,8 Prozent. Zuvor attackierte er in seiner Antrittsrede die AfD, ließ die NPD rechts liegen und reklamierte den Rechtsstaat und den Begriff Heimat als Kernkompetenzen der CDU.

Caffier machte sich über die Linkspartei lustig, die mit den Begriff Heimat in den Wahlkampf ziehen will. "Unter den Linken würde Deutschland seine Identität verlieren. Heimat geht nur mit der CDU", sagte Caffier. Mit Hoffnung auf einen Wahlsieg im September griff Caffier auch den Regierungspartner SPD an: "Mecklenburg-Vorpommern soll nicht länger der Gutshof der Staatskanzlei sein. Die Zeiten des Sonnendecks sind vorbei. Jetzt kommen die Zeiten der Macher."

Die attackierte AfD hatte derweil bei der Ankunft Merkels  in Sprechchören vor dem Tagungsort deren Rücktritt als Regierungschefin verlangt. Als sie aus ihrem Wagen stieg, erscholl ein lautes Pfeifkonzert, gefolgt von den Rufen «Volksverräter». Die von einem starken Polizeiaufgebot begleitete Kundgebung hatte die AfD von Anfang an unter das Motto gestellt: «Merkel muss weg!»

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erstellt am 30.Jan.2016 | 12:53 Uhr

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