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Mecklenburg-Vorpommern

03. Dezember 2016 | 07:48 Uhr

Baustelle A19 : Petersdorfer Brücke: Weiter Staus zur Ostsee

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

A19-Brückenbau bei Malchow dauert ein Jahr länger

Autofahrer mit Ziel Ostsee müssen ein Jahr länger mit Staus auf der A19 Berlin-Rostock bei Malchow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) rechnen. Nach Angaben der Fernstraßenplanungs- und -baugesellschaft Deges wird die erste der zwei Petersdorfer Brücken statt im Mai 2017 erst im Frühjahr 2018 fertig. Das Verkehrsministerium in Schwerin zeigte sich am Dienstag wenig überrascht. „Wir haben von Anfang an gewusst, dass der Neubau der Petersdorfer Brücke eine besonders schwierige Aufgabe sein wird“, erklärte Minister Christian Pegel (SPD).

Bis zur Fertigstellung stehen nur zwei statt vier Spuren zur Verfügung. Das hatte im Sommer regelmäßig für kilometerlange Staus gesorgt, vor allem an Hauptreisetagen am Wochenende sowie an Feiertagen. Die A19 gilt als Hauptverkehrsachse zur Ostsee aus Süd- und Ostdeutschland. In der Hauptsaison fahren dort zehntausende Fahrzeuge täglich.

Die Baugrundverhältnisse im Petersdorfer See seien deutlich schwieriger als vor Baubeginn angenommen wurde, erklärte Pegel. Jetzt gelte es, „die Bauverzögerung möglichst knapp zu halten“. Hauptgrund für die Verzögerung sei der schwierige Baugrund im Peterdorfer See, sagte Deges-Sprecher Michael Zarth in Berlin. Der extrem dichte Sand sorge dafür, dass Bohrrohre verklebten. Die Bohrarbeiten bis fast 60 Meter Tiefe hatten im Januar begonnen. Auch Pegel kam damals und versprach, mit weiträumigen Umleitungen Staus möglichst vermeiden zu wollen. Die Bohrungen sollten im April fertig sein und verzögerten sich um ein halbes Jahr.

Die beiden alten Petersdorfer Brücken aus dem Jahr 1978 sind marode und müssen ersetzt werden. Wenn die westliche Teilbrücke 2018 fertig ist, soll sie vier Spuren aufnehmen können. Dann soll die östliche Teilbrücke erneuert werden. Die Fertigstellung sei für Sommer 2019 geplant, sagte Zarth. Es sei aber nicht sicher, ob dieser Termin gehalten werden könne.

Auch ob die geplanten Baukosten von rund 30 Millionen Euro reichen, die der Bund trägt, ist noch nicht klar. „Es gibt aber noch keine neue Berechnung“, sagte der Deges-Sprecher. Man werde zu Beginn der Hauptreisezeit nochmals gezielt mit den Landesverkehrsbehörden über großräumige Umfahrungsmöglichkeiten informieren. Der Landestourismusverband in Rostock empfahl Reisenden, sich vor der An- und Abreise im Internet über die besten Strecken zu informieren.

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erstellt am 08.Nov.2016 | 20:45 Uhr

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