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Mecklenburg-Vorpommern

04. Dezember 2016 | 15:20 Uhr

Bio-Landwirtschaft : Pestizide in Bio-Futter

vom

In Betrieben der Bio-Erzeugerorganisation Fürstenhof ist Legehennen ein verunreinigtes Futtermittel gegeben worden. Der Betrieb durfte vier Tage lang keine Eier ausliefern. Die Eier sind jedoch frei von Rückständen.

Der Bio-Eier-Erzeuger Fürstenhof (Landkreis Rostock) hat wegen Pestizid-Rückständen in einem Futtermittel vier Tage lang keine Eier ausgeliefert. Die Eier seien aber frei von Rückständen, sagte Geschäftsführer Friedrich Behrens am Dienstag. Zuvor hatte das Fachmagazin „BioHandel-online.de“ darüber berichtet. Demnach war die Kontamination durch Eigenkontrollen sowie von der Öko-Kontrollstelle - dem Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) - routinemäßig entdeckt worden. In Bio-Sonnenblumenpresskuchen aus der Ukraine seien die Pestizide Thiamethoxam und Metalaxyl gefunden worden. Das Futtermittel fällt beim Verpressen von Sonnenblumensaat zu Öl an.

Es sei der Erzeugergemeinschaft über einen niederländischen Händler geliefert worden, sagte Behrens. Nach seinen Worten stellte das Unternehmen am Donnerstag selbst die Vermarktung der Eier ein. Am Dienstag hob die Öko-Kontrollbehörde die Sperrung wieder auf. Die zurückgehaltenen Eier - gut eine Million Stück - würden jetzt ausgeliefert, sagte der Geschäftsführer. Die 250 Tonnen des verunreinigten Futtermittels waren nach seinen Angaben bereits verarbeitet und verfüttert worden, als die Belastung festgestellt wurde. Die Biopark-Erzeugergemeinschaft mit 14 Betrieben und 350 000 Legehennenplätzen ist einer der größten Bio-Eier-Produzenten in Deutschland. Wie das Fachmagazin berichtet, versuchen jetzt Futtermittel- und Öko-Behörden, den Weg des Sonnenblumenkuchens zu verfolgen und weitere Empfänger zu ermitteln.

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erstellt am 02.Dez.2014 | 18:17 Uhr

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