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Mecklenburg-Vorpommern

08. Dezember 2016 | 19:11 Uhr

Projekt Mobi Pro : Partnersuche in Spanien

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Firmenchefs aus Mecklenburg-Vorpommern knüpfen Kontakte in Santander. Kooperationen und weiterer Besuch bereits geplant

„Netzwerke zu pflegen – das ist unsere Aufgabe“, sagt Werner Röpert, Landesbeauftragter MV des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft (BVMW). Und das gelingt ihm gut. Als er bei einem Treffen zum Projekt Mobi Pro, über das junge Spanier zur Ausbildung nach Deutschland kommen, den Dolmetscher näher kennen lernte, entstand die Idee des Besuches in Kantabriens Hauptstadt Santander. Die ist nämlich führend als „denkende Stadt“ in Europa. „Smart City“ heißt die Idee, bei der Straßenlichter sich ein- und ausschalten, wenn Passanten vorbeigehen, bei der Sensoren digital melden, wenn öffentliche Rasenflächen gewässert oder gemäht werden müssen oder bei der Mülltonnen Signale versenden und die Entsorger so herbeirufen. „Das wollten wir uns ansehen“, so Röpert. Es wurde viel mehr daraus.

Denn die Nordspanier empfingen die kleine Delegation mit offenen Armen und hochkarätigen Partnern. Mit einem der Chefs von Telefonica gab es ebenso Gespräche wie mit dem Handelsminister und der Stadtführung. „Der meiste Strom für Santander kommt beispielsweise von einem Staudamm am Ebro, auf bereits ausgewiesenen Windkraftflächen ist noch nichts passiert. Das war natürlich interessant für die Schweriner Firma 3 Helix Energy“, berichtet Röpert. Auch für die Firma DEN aus Greifswald, die sich mit Breitband- und Smart-City-Themen beschäftigt, sei der Besuch ebenso eine Fundgrube gewesen. Auch der Wärmepumpen-Produzent Acelor aus Lübow betrat in Santander ein noch völlig unbestelltes Feld. Und ein spanisches Unternehmen, dass einen Solarpark auf Kuba errichten will, weckte bei den Stadtwerken Grevesmühlen das Interesse, zählt Röpert nur einige Beispiele auf.

„Wir werden im Frühjahr nochmals nach Santander fahren, dann auch mit Vertretern der Politik und Unternehmen, die sich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen“, sagt Röpert. Da seien die Spanier deutlich weiter. Auch in die andere Richtung sollen die Wirtschaftskontakte erweitert werden. Denn die Spanier wollen weitere Kooperationen, unter anderem mit dem Hafen Rostock. Und Santander erhofft sich eine Städtepartnerschaft mit Schwerin.

Die ARD zeigt am Sonntag um 19.20 Uhr einen Bericht aus Santander, in dem auch die MV-Delegation auftaucht.

Santander ist ein beliebter Badeort

Santander ist die Hauptstadt der zu Spanien gehörenden Autonomen Gemeinschaft Kantabrien im Norden der Iberischen Halbinsel. Die Stadt ist ein beliebter Badeort in Nordspanien. Santander ist Universitätsstadt mit mehr als 12 000 Studenten. Die Einwohnerzahl liegt seit Jahren konstant bei rund 180 000.

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erstellt am 15.Okt.2016 | 08:00 Uhr

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