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Mecklenburg-Vorpommern

09. Dezember 2016 | 16:31 Uhr

Parteitag der Grünen : „Oh, wird ja doch spannend“

vom
Aus der Onlineredaktion

Vielleicht war es eine Vorahnung oder die politische Erfahrung. Jedenfalls lag Landesvorsitzende Claudia Müller richtig mit ihrem Satz zur heutigen Delegiertenkonferenz ihrer Partei in Neubrandenburg: „Bei den Grünen ist alles möglich.“ Überraschenderweise wird es bei den Neuwahlen des Landesvorstandes zu einer Kampfkandidatur kommen. Bis Mitte der Woche hatte es lediglich zwei Kandidaten für die Doppelspitze gegeben. Am Donnerstagabend kündigte nun die ehemalige Landtagsabgeordnete Ulrike Berger aus Greifswald an, ins Rennen um ein Amt an der Parteispitze der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern mit einsteigen zu wollen.

Die Kandidatur für den Landesvorstand sei das Ergebnis eines wohlüberlegten Entscheidungsprozesses gewesen, teilte Berger auf ihrer Facebook-Seite mit. Demokratie heiße auch, innerparteilich die Wahl zu haben. Dazu postete sie den Bewerbungsbogen für die Kandi- datur. Von 2011 bis 2016 war Berger bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion. Seit 2010 ist sie Mitglied der Greifswalder Bürgerschaft.

Heute tritt sie gegen die amtierende Landesvorsitzende Claudia Müller an, die sich erneut zur Wahl stellen wird. Den männlichen Part im Landesvorstand der Partei würde gerne Johann-Georg Jaeger übernehmen. Der aktuelle Landesparteichef Andreas Katz, hat bereits als Reaktion auf das schlechte Ergebnis bei den Landtagswahlen seinen Rückzug von der Parteispitze angekündigt. Außer Jaeger habe es keinen anderen Kandidaten gegeben, hieß es bei seiner Vorstellung am Anfang der Woche. Aber vielleicht gilt auch hier: Bei den Grünen ist alles möglich.

Nach dem Ausscheiden aus dem Landtag wollen die Grünen auf ihrem Parteitag in Neubrandenburg den Neuanfang einleiten. Die Partei will sich künftig wieder verstärkt mit ihren Kernthemen wie Klima- und Umweltschutz sowie der Energiewende in den politischen Diskurs einbringen.

Eines hat Ulrike Berger mit ihrer Kampfkandidatur für den Posten im Landesvorstand bereits geschafft – nämlich, das Interesse am Parteitag zu steigern. Als Reaktion auf ihre Bewerbung schrieb ein Kommentator: „Oh, wird ja doch spannend.“

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erstellt am 15.Okt.2016 | 08:00 Uhr

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