zur Navigation springen

Mecklenburg-Vorpommern

29. Mai 2016 | 01:58 Uhr

Streit um Escort-Service : Offizieller AfD-Beschluss: Petra Federau soll verzichten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der AfD-Landesvorstand Mecklenburg-Vorpommern hat die umstrittene Parteipolitikerin zum Verzicht auf ihren Listenplatz drei für die Landtagswahl am 4. September aufgefordert.

Der AfD-Landesvorstand Mecklenburg-Vorpommern hat die umstrittene Parteipolitikerin Petra Federau offiziell zum Verzicht auf ihren aussichtsreichen Listenplatz drei für die Landtagswahl am 4. September aufgefordert. Der Beschluss des Vorstandes sei allen rund 430 Mitgliedern zur Kenntnis gegeben worden, sagte gestern Landessprecher Leif-Erik Holm. Sollte Federau ihren Listenplatz nicht räumen, würden weitere Schritte geprüft.

Am Vortag hatten der Landesvorstand und der Kreisvorstand Schwerin der AfD erklärt, das Vertrauen zu Federau sei gestört. Nach Berichten unserer Zeitung über einen Escort-Service, den sie betrieben und über den sie junge Frauen auch in die Vereinigten arabischen Emirate vermittelt hat, hatte Federau das Gespräch darüber innerhalb der Partei verweigert. Problematisch sei, dass die Listenkandidatur ohne Kenntnis dieser Tätigkeit zustande kam, hieß es.

Federau wird dem rechten Parteiflügel zugerechnet. Sie war mit abfälligen Äußerungen über Ausländer im Internet aufgefallen. Nach den zweistelligen AfD-Wahlergebnissen bei den jüngsten Landtagswahlen in drei Bundesländern werden der Partei auch bei der Wahl im September im Nordosten große Chancen auf Einzug in den Landtag eingeräumt.

Iris Leithold

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen