zur Navigation springen

Mecklenburg-Vorpommern

09. Dezember 2016 | 20:21 Uhr

Gesundheit MV : Noroviren breiten sich rasant aus

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schon 821 Krankheitsfälle in MV im November

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall – hochansteckende Noroviren breiten sich derzeit rasant in Mecklenburg-Vorpommern aus. In der vergangenen Woche wurden landesweit 397 Erkrankungen gemeldet, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte. Das waren 124 Infektionen mehr als in der Woche zuvor und sogar 246 mehr als in der ersten Novemberwoche. Insgesamt steckten sich in den ersten drei Wochen des laufenden Monats 821 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern an. Besonders betroffen sind aktuell die Landkreise Rostock, Ludwigslust-Parchim und Vorpommern-Rügen sowie die Landeshauptstadt Schwerin.

„Häufungen von Ansteckungen sind besonders in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäusern zu beobachten“, sagte Dr. Martina Littmann, Abteilungsleiterin im Lagus. Es gebe keinen Grund zur Panik, so die Medizinerin, aber Grundregeln der Hygiene wie etwa regelmäßiges Händewaschen sollten in diesen Tagen besonders eingehalten werden. Eine ähnliche Entwicklung der Infektionen werde derzeit auch in anderen Bundesländern registriert. In Niedersachsen mussten bereits die ersten Kitas geschlossen werden. Eine Häufung der Infektionen in der kalten Jahreszeit erklären Mediziner damit, dass sich Menschen öfter gemeinsam in warmen Räumen aufhalten. Da passieren Ansteckungen leicht. „Es reichen schon 10 bis 100 Viren, um eine Infektion hervorzurufen“, erklärte Dr. Kristine Biedermann, Ärztin an den Helios Kliniken in Schwerin. Der Krankheitsverlauf mit Erbrechen und Durchfällen hält zumeist nicht länger als 48 Stunden an. Für Kinder und Senioren kann die Erkrankung allerdings gefährlich werden – wenn der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen wird, so Dr. Biedermann.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Nov.2016 | 20:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen