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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2016 | 12:56 Uhr

Partei Alfa : Neuer Name per Urteil

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„Alfa“ nennt sich ab sofort „Liberal-Konservative Reformer“

Gerade mal 0,3 Prozent erreichte die „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (Alfa) bei der Landtagswahl in MV. Eine Niederlage erlitt die Partei auch beim eigenen Namen. Ein Gericht entschied, dass ausschließlich der Verein „Aktion Lebensrecht für Alle“ die Bezeichnung „Alfa“ tragen dürfe. Die Partei nennt sich deshalb nach ihrem Treffen am Wochenende „Liberal-Konservative Reformer“.

Bundesgeneralsekretär Jürgen Joost sieht den Namen trotzdem als Chance für seine Partei. „Alfa löste immer etwas Ratlosigkeit bei den Wählern aus. Die Bezeichnung ,Liberal-Konservative Reformer’ passt besser zu unseren Inhalten“, erklärt er. Jetzt müssen E-Mail-Adressen, Visitenkarten und Internetseiten mit viel Aufwand geändert werden. Um den Übergang leichter zu gestalten, gewährte der Verein „Aktion Lebensrecht für Alle“ der Partei eine Schonfrist. Per Vergleich einigten sich beide Seiten auf eine Übergangsphase bis zum 28. Februar nächsten Jahres.

„Glücklicherweise können wir bis dahin den Namen Alfa in den sozialen Medien und für unsere Internetangebote verwenden“, sagt Joost.

Noch bis Ende August 2017 darf die Partei auf ihren alten Internetseiten dafür werben, dass sie unter dem neuen Namen zu finden ist. Was die Neubezeichnung kosten wird, kann Jürgen Joost nur überschlagen. „Sicherlich werden wir uns hier im fünfstelligen Bereich bewegen“, erklärt er. Der Name „Liberal-Konservative Reformer“ entstand über eine eilige Parteibefragung. Die Mitglieder stimmten im Internet in mehreren Runden über Vorschläge ab. Von 150 Parteibezeichnungen landeten zehn in der Endrunde. Eine letzte Wahl entschied, über welche vier Namen der Parteitag abzustimmen hatte. „Wichtig war uns, dass der neue Name auch rechtlich sauber ist. Eine Kommission prüfte sicherheitshalber die Vorschläge, um weitere Streitigkeiten zu verhindern“, sagte Joost.

Bis in die Endrunde schafften es auch „Allianz Bürgerlicher Demokraten“ und „Liberal-Konservative Erneuerer“. Doch der Zusatz „Reformer“ machte den Unterschied, denn die Partei ist Mitglied der „Europäischen Konservativen und Reformer“. Diese ist die drittgrößte Fraktion des EU-Parlaments.

Die „Liberal-Konservativen Reformer“ nannten keine offizielle Partei-Abkürzung. „Die Entscheidung über unser Kürzel möchten wir den Medien überlassen“, sagte LKR-Generalsekretär Jürgen Joost.

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erstellt am 14.Nov.2016 | 20:55 Uhr

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