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Mecklenburg-Vorpommern

09. Dezember 2016 | 01:05 Uhr

Kinder : MV Spitze bei Kitas

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Betreuungsquote für unter Dreijährige liegt bei 55 Prozent / Nun soll die Qualität steigen

Mit einer Betreuungsquote für unter Dreijährige von rund 55 Prozent liegt Mecklenburg-Vorpommern weiter im deutschen Spitzenfeld und muss bei der Angebotserweiterung – anders als westdeutsche Länder – nicht aufs Tempo drücken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes besuchten im Nordosten zum 1. März 21 563 Kinder eine staatlich geförderte Betreuungseinrichtung. Das waren 312 mehr als ein Jahr zuvor.

Bundesweit fanden 662 000 Kinder einen Betreuungsplatz – entweder in einer Kita oder bei einer Tagesmutter. Der Zuwachs fiel in Mecklenburg-Vorpommern mit 1,5 Prozent deutlich niedriger aus als im Bundesdurchschnitt mit einem Plus von 11 Prozent.

Während in den meisten Ost-Ländern der Betreuungsbedarf für Kleinkinder schon nahezu gedeckt werden kann, müssen Eltern in den westlichen Bundesländern häufig lange warten, ehe sie einen Betreuungsplatz erhalten. Seit dem 1. August 2013 haben sie einen Rechtsanspruch darauf.

Im Bundesdurchschnitt liegt die Betreuungsquote für die unter Dreijährigen bei 32,5 Prozent. Einer Befragung zufolge wünschen sich allerdings 41,7 Prozent der Eltern ein Angebot.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Nachfrage laut Bundesfamilienministerium mit über 60 Prozent aber deutlich höher. Ein ähnlich hoher Bedarf wurde auch für Sachsen-Anhalt und Brandenburg ermittelt. Diese drei Länder weisen aber auch schon die höchsten Betreuungsquoten auf.

MV sei mit seinen Krippen und Kitas vorbildlich für ganz Deutschland, stellte Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) fest. „Die Anstrengungen der vergangenen Jahre haben sich gelohnt.“ Das Land gebe in diesem Jahr mehr als 176 Millionen Euro für die frühkindliche Förderung aus, der Betrag steige um jährlich zwei Prozent. Ziel sei, die Qualität in der Förderung der Kinder zu erhöhen. Dazu würden von Jahr zu Jahr mehr Erzieherinnen eingesetzt.

Nach Angaben von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) wird die Bundesregierung bis 2017 eine weitere Milliarde Euro für den Kita-Ausbau zur Verfügung stellen. „Dabei legen wir den Schwerpunkt auf Ganztagesbetreuung und gesunde Verpflegung“, erklärte sie.

Im Herbst soll es einen Runden Tisch mit Ländern, Kommunen, Trägern, Eltern und Gewerkschaften zur Qualität der Kinderbetreuung geben.


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