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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2016 | 14:52 Uhr

Justiz : MV liefert 13 Straftäter aus

vom
Aus der Onlineredaktion

Generalstaatsanwaltschaft in Rostock prüfte in diesem Jahr 29 Auslieferungsersuchen aus dem Ausland

Mecklenburg-Vorpommern unterstützt andere Staaten bei der Verfolgung Krimineller. 29 Auslieferungsverfahren wurden von der Generalstaatsanwaltschaft in Rostock in diesem Jahr bearbeitet. Davon endeten bisher 13 Verfahren mit der Auslieferung der mutmaßlichen Straftäter, teilte Christine Busse, Leitende Oberstaatsanwältin bei der Generalstaatsanwaltschaft auf Anfrage unserer Redaktion mit. Im gesamten Jahr zuvor wurden nach Rechtshilfeersuchen ausländischer Staaten 33 Auslieferungsverfahren eingeleitet und 23 Personen überstellt.

„Polen und Dänemark sind die Länder, aus denen die meisten Auslieferungsersuchen kommen“, sagte Oberstaatsanwältin Busse. In diesem Jahr wurden acht Personen den Behörden im östlichen Nachbarland überstellt, vier wurden nach Dänemark gebracht.

Für Schlagzeilen sorgte im vergangenen Jahr der Fall eines polnischen Staatsangehörigen, dem in seiner Heimat Freiheitsberaubung und Körperverletzung vorgeworfen wurde. Nachdem er am 14. April 2015 ein zehnjähriges Mädchen in seine Gewalt gebracht und über die deutsche Grenze geflohen war, konnte er im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte festgenommen werden. Am 21. April wurde seine Auslieferung bewilligt und zwei Tage später erfolgte die Überstellung nach Polen.

Spektakulärster Fall der vergangenen Jahre: Im Oktober 2011 nahm die Polizei im Dorf Useriner Mühle (Mecklenburgische Seenplatte) Frank H. fest. Der Amerikaner hatte in den USA seine Tochter mehrfach missbraucht und war untergetaucht. 2012 wurde er in den USA zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Die meisten Auslieferungsfälle sind weniger spektakulär. Meistens geht es um Diebstahl und Hehlerei.

Längst nicht allen Auslieferungsersuchen wird entsprochen. Muss der Betroffene beispielsweise Todesstrafe oder Folter befürchten, darf er nicht ausgeliefert werden. So kommen Usbekistan, Afghanistan oder Nordkorea als Auslieferungsländer generell nicht in Frage. Deutsche Staatsbürger dürfen zudem nur den Behörden aus EU-Staaten zur Strafverfolgung übergeben werden.

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erstellt am 28.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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