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Mecklenburg-Vorpommern

04. Dezember 2016 | 23:23 Uhr

Kauflaune in MV : Mit Zuversicht ins Weihnachtsgeschäft

vom

Zu Weihnachten klingen nicht nur die Glocken, sondern auch die Kassen der Einzelhändler. Das gute Konsumklima treibt die Erwartungen nach oben. Und dann spielt auch noch der Kalender dem Handel in die Karten.

Die Umsatzsteigerungen im bisherigen Jahresverlauf lassen den Einzelhandel in Mecklenburg-Vorpommern voller Zuversicht in Richtung Weihnachtsgeschäft blicken. „Die Kunden sind in Kauflaune und wir erwarten, dass diese nun vor den Feiertagen noch wächst“, sagte Kay-Uwe Teetz, Geschäftsführer des Landes-Einzelhandelsverbandes in Rostock.

In den Wochen vor dem Fest sitzen die Portemonnaies erfahrungsgemäß besonders locker. Die Verkäufe in dieser Zeit sorgen laut Verband für knapp ein Fünftel des gesamten Jahresumsatzes, der landesweit bei 7,7 Milliarden Euro liegt. Nach vorläufigen Erhebungen des Statistischen Amtes in Schwerin wuchs der Umsatz im Einzelhandel in den ersten acht Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent.

Bleibt es dabei, läge der Zuwachs in Mecklenburg-Vorpommern leicht unter dem für ganz Deutschland erwarteten Wert. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet mit einem Umsatzplus von 2,5 Prozent auf 485,7 Milliarden Euro. Neben dem stabilen Arbeitsmarkt und der allgemein guten Konsumstimmung führt Verbandschef Josef Sanktjohanser als weiteren Grund für die optimistische Prognosen den Umstand an, dass es 2016 drei Verkaufstage mehr gibt als 2015. Das allein mache beim Umsatz 1,4 Prozentpunkte aus.

Zwei dieser kalendarisch bedingten Extra-Einkaufstage gibt es nach Angaben von Teetz im November und Dezember. „Zwei Tage mehr, an denen die Geschäfte offen haben, bedeuten zwei Tage mehr Umsatz.“ Ob der Handel im Nordosten das von Sanktjohanser bundesweit erwartete Umsatzplus im Weihnachtsgeschäft von 3,9 Prozent erreichen kann, lässt Teetz offen: „Unsere Händler wären wohl auch zufrieden, wenn es 3,5 Prozent werden.“ Vor allem der Textilhandel hoffe nach dem Dämpfer im September für die verbleibenden Wochen im Jahr auf deutlich wachsendes Kundeninteresse. „Im September war das Wetter ja noch mal richtig schön. Da ging Kleidung für den Übergang gar nicht“, sagte Teetz. Der aktuelle Kälteeinbruch sei nun aber gut für die Nachfrage nach Wintersachen. Allerdings bekommen Modeläden immer mehr auch die Konkurrenz des Internethandels zu spüren.

Wenig Sorgen müssten sich Spielwarengeschäfte und der Lebensmitteleinzelhandel machen. „Das sind Bereiche, die vor Weihnachten besonders frequentiert werden. Und beim Einkauf für das Festmahl greifen die Kunden auch nicht nur in die unteren Regale“, sagte Teetz.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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