zur Navigation springen

Mecklenburg-Vorpommern

30. Juli 2016 | 09:20 Uhr

Grüne Woche : Mit der Wurst auf den Laufsteg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

„Die Rostocker“-Geschäftsführer Tobias Blömer schickt seine Schinkenspezialitäten nach Berlin – zur Grünen Woche und zur Fashion Week

Es ist die größte Ernährungsschau der Welt: Gestern ist in Berlin die Grüne Woche eröffnet worden. Bis zum 25. Januar lädt die Schlemmermeile zum 80. Mal Besucher und Fachleute ein. Mit dabei: Knapp 60 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern. Folge 3: Mit Mode hat Tobias Blömer normalerweise nichts zu tun. Doch nun ist der Geschäftsführer der Rostocker Wurst- und Schinkenspezialitäten eine besondere Partnerschaft eingegangen. Mit seiner Rauchwurst fährt er zur Berliner Fashion Week. Während der Modenschau der Rostocker Designerin Beate Heymann werden die Spezialitäten aus Mecklenburg-Vorpommern verteilt. „Auch eine Wurstverkostung ist geplant“, verrät Blömer. Gleichzeitig lädt der Chef von „Die Rostocker“ in die Länderhalle der Internationalen Grünen Woche ein, wo er mit einem Stand vertreten ist. „Die Messe ist ideal, um mit dem Verbraucher in Kontakt zu treten.“

Blömer setzt auf Regionalität: Das Fleisch für die Produktion seiner Waren bekommt er aus Norddeutschland, die Produktion selbst findet in Rostock statt. „Wir haben die Marke ,Die Rostocker’ gerelauncht. Seitdem hat sich das Unternehmen positiv entwickelt. Wir konnten neue Kunden gewinnen und die Absatzzahlen stärken“, so Blömer. Nicht nur das Label „Regional, ehrlich, bodenständig, stark“ stünde für den Traditionsbetrieb, auch mit dem Matrosen, der die Verpackungen schmückt, könnten sich die Käufer identifizieren. „Mit der Personifizierung der Marke konnten wir uns erfolgreich von der Konkurrenz absetzen“, resümiert Blömer.

Besonderes Augenmerk legt der gelernte Industriekaufmann auf die Produktentwicklung. Auf der Grünen Woche präsentiert er die im letzten Jahr getestete Ur-Typ-Bratwurst, eine Bratwurst, die ganz ohne E-Stoffe als Lebensmittelzusätze auskommt. Damit begegnet das Unternehmen dem Verbrauchertrend, auf gesunde Ernährung zu achten. „Die Ur-Typ-Wurst besteht aus nur zehn Zutaten. Alles, was drin ist, hat der Verbraucher auch zu Hause“, erklärt Blömer.

Im Sommer dieses Jahres soll die neue Bratwurst überall erhältlich sein, bisher wird sie nur an einzelnen Standorten testweise angeboten. „Es ist egal, ob man sich entscheidet, vegetarisch oder vegan zu leben oder Fleisch zu essen. Wichtig ist, dass man generell über Lebensmittel nachdenkt“, betont Blömer. Daher möchte er auch künftig Wege finden, seine Produkte so zu optimieren, dass sie ohne Zusätze auskommen. „Clean label ist das, was der Verbraucher will und was die Lebensmittelverbände fordern und fördern“, sagt er. Daher werden bei „Die Rostocker“ täglich Produkttests durchgeführt. „Jede Wurst ist ein Protokoll.“ Täglich werden bei den Wurst- und Schinkenspezialitäten rund 25 000 Tonnen Fleisch verarbeitet. „Wir entwickeln uns ständig. Um die Stabilität des Unternehmens zu sichern, investieren wir jedes Jahr in die Modernisierung unserer Technik. Derzeit planen wir den Betrieb zu erweitern“, sagt Blömer. Auch nachhaltiges Wirtschaften steht auf der Agenda des Unternehmens: „Darunter fällt auch das Thema Lebensmittelverschwendung. Wir müssen schauen, wie wir künftig verhindern können, dass zu viele Lebensmittel in den Müll wandern.“

 

 

 

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen