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Mecklenburg-Vorpommern

03. Dezember 2016 | 07:41 Uhr

Schönheitswettbewerb : Mister MV hat ein Kind - Titel aberkannt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Weil Denny Kambs eine Tochter hat, muss er die Krone an Tony Eberhardt abgeben – und der ist kein Unbekannter

Das gab es noch nie: Der am 19. November im Schweriner Club „Zenit“ zum Mister Mecklenburg-Vorpommern gekürte Rostocker Denny Kambs wurde im Nachhinein von dem Schönheitswettbewerb disqualifiziert. Weil er eine vierjährige Tochter hat, hätte er gar nicht erst an dem Konkurrenzkampf teilnehmen dürfen. Die Miss Germany Corporation bestätigt den Vorfall: „Anfang des Jahres wurde die Satzung geändert und diese legt klar und deutlich fest, dass die Bewerber kinderlos sein müssen“, sagt Karim Ghadhab. Dabei habe Denny Kambs sogar angegeben, dass er Vater sei. Aufgefallen ist das an dem Wahlabend aber niemand. „An dem Abend prüfen wir in der Regel nur das Alter und den Wohnort“, erklärt Ghadhab. „Das ist alles sehr ungünstig gelaufen.“ In Mecklenburg-Vorpommern sei noch nie ein Bewerber im Nachhinein von der Teilnahme zur Mister Germany Wahl ausgeschlossen worden.

Der Zweitplatzierte Tony Eberhardt rückt nach. Und der ist kein Unbekannter in der Branche. Der Neubrandenburger ist der amtierende Mr. Gay Germany. Er engagiert sich als LGBTQI-Aktivist (Lesbian, Gay, Bi, Trans, Queer, Inter), setzt sich so für die Rechte Homo- und Bisexueller und Transgender ein. Zudem arbeitet er als Model und sieht sich als Botschafter für junge Menschen mit Hörbehinderung, leidet er doch selbst seit seiner Kindheit an einer 95-prozentigen Beeinträchtigung. Dass er nun vom Vizemister zum Mister MV aufgerückt ist, macht er auf seiner Facebook-Seite bekannt. Dort schreibt er: „Bei der Mister MV Wahl musste ich mich dem Erstplatzierten geschlagen geben. Das Leben ging für mich trotzdem weiter, jeder hat seine eigene Stärken und Schwächen. Nun rückte ich aus organisatorischen Gründen vor und bin nun der offizielle Mister Mecklenburg-Vorpommern!“ Er sei sehr gespannt auf die Mister Germany Wahl am 10. Dezember im Van der Valk Resort Linstow und freue sich, sein Heimat-Bundesland vertreten zu dürfen.

Denny Kambs hat von seiner Disqualifizierung im Trainingslager auf Fuerteventura erfahren. „Dass er raus ist, ist wirklich ärgerlich. Denny ist ein cooler Typ. Aber Regeln sind Regeln. Wir können keine Ausnahmen machen“, bedauert Karim Ghadhab. Die Hinweise, dass der Rostocker Profi-Stand-Up-Paddler eine Tochter hat, seien aus der Bevölkerung gekommen.

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erstellt am 30.Nov.2016 | 19:30 Uhr

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