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Mecklenburg-Vorpommern

24. Juli 2016 | 01:08 Uhr

Flüchtlinge in MV : Mehr Personal in Rathäusern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Flüchtlingsandrang sorgt für neue Stellen. Viele bislang nicht besetzt

Landkreise und kreisfreie Städte stocken ihr Personal für die Betreuung und Verwaltung von Flüchtlingen teils kräftig auf. Doch wegen des momentan stark reduzierten Zustroms sind viele der neu geschaffenen Stellen noch gar nicht besetzt.

Allein Rostock hat 86 befristete Stellen eingerichtet. Der Landkreis Vorpommern-Rügen hat Geld für 26,5 zusätzliche Stellen eingeplant, so Sprecher Olaf Manzke. Sie würden nach und nach, je nach Bedarf, besetzt. „Sie sind noch nicht ausgeschöpft.“ Hintergrund sind die in letzter Zeit deutlich gesunkenen Flüchtlingszahlen, vor allem seit Schließung der Balkanroute. Die Stellenplanung war auf Grundlage der Erfahrungen von 2015 gemacht worden. Manzke zufolge sind dem Landkreis Vorpommern-Greifswald in diesem Jahr bislang 580 Migranten zugewiesen worden nach fast 3300 im gesamten vergangenen Jahr.

Die Hansestadt Rostock hat einer Sprecherin zufolge erst 27 neue Mitarbeiter im Amt für Flüchtlingsangelegenheiten und Integration eingestellt. Zukünftige Einstellungen sollen in Abhängigkeit der Fallzahlen erfolgen, sagte sie.

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat 21 zusätzliche Stellen im Sozial-, Jugend- und Gesundheitsamt sowie in der Wohnungsverwaltung geschaffen. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte richtete im vergangenen Jahr 24,5 Stellen im Zusammenhang mit der Asylsituation ein, erklärte eine Sprecherin in Neubrandenburg. „Das entsprach höheren Personalkosten in Höhe von mehr als 595 000 Euro, die der Landkreis gegenüber dem Land geltend gemacht hat.“ Bei den Stellen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte handelt es sich um Verstärkung für das Jugendamt, das Sozialamt, das Gesundheitsamt, für die Ausländerbehörde, für das Unterbringungsmanagement und um zwei Integrationslotsen. Die Stellen sind mit unterschiedlichen Befristungen versehen.

MV hat im vergangenen Jahr rund 23 000 Geflüchtete aufgenommen. In diesem Jahr sind es nach Angaben des Innenministeriums in Schwerin bislang rund 3500. Dabei ist eine abnehmende Tendenz zu beobachten. Kamen im Januar noch 1896 Flüchtlinge, so waren es im Februar 1284, im März bisher sogar nur rund 300.

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