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Mecklenburg-Vorpommern

07. Dezember 2016 | 11:33 Uhr

Anklage im Fall Alt Rehse : Mann soll Frau mit Peitsche getötet haben

vom

Ein Mann stört Nachbarn durch Lärm. Sie rufen die Polizei. Bei ihrem Einsatz entdecken die Beamten die Leiche der früheren Lebensgefährtin des Mannes. Die Staatsanwaltschaft hat den 51-Jährigen nun angeklagt.

Im Fall der toten Frau in Alt Rehse hat die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg einen 51-jährigen Mann angeklagt. Der Computerspezialist soll seine ehemalige Lebensgefährtin gefesselt und mit einer Peitsche geschlagen haben, so dass sie an den Folgen starb, wie ein Sprecher des Landgerichts Neubrandenburg am Freitag sagte.

Dem Mann, der aus der Nähe von Stuttgart (Baden-Württemberg) nach Alt Rehse gezogen war, wird gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge und Freiheitsberaubung mit Todesfolge vorgeworfen. Den Tod der Frau soll er aber nicht gewollt haben.

Der Mann war am 9. August bei einem Einsatz wegen Ruhestörung an seinem Haus festgenommen worden. Polizisten hatten die stark verweste Leiche der Frau durch Zufall in seinem Haus gefunden. Der Verdächtige war zuvor bereits mehrfach wegen Ruhestörung aufgefallen.

Der Tatverdächtige schwieg zunächst zu dem Fund. Rechtsmediziner fanden später heraus, dass es sich bei der Toten um eine 32 Jahre alte Frau handelte. Sie stammte aus Rheinland-Pfalz und soll zeitweise bei dem Mann gelebt haben. Anwohner hatten die unter gesetzlicher Betreuung stehende Frau seit Wochen vermisst. Ihr genauer Todeszeitpunkt sei weiter unklar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Der Beschuldigte soll nochmals einem Psychiater vorgestellt werden.

Dem Mann drohen bis zu 15 Jahre Haft. Im Prozess werde es auch um die Schuldfähigkeit des Mannes gehen, hieß es.

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