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Mecklenburg-Vorpommern

04. Dezember 2016 | 04:56 Uhr

Zusammenschluss in Rostock : Mangel an Priestern und Gläubigen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Weil Priester fehlen und die Zahl der Kirchensteuerzahler abnimmt, legt die katholische Kirche in Mecklenburg im großen Stil Pfarreien zusammen.

Der erste Zusammenschluss wurde am Sonntag in Rostock vollzogen, wie ein Kirchensprecher mitteilte. Die bisherigen Pfarreien in Bad Doberan, Ribnitz-Damgarten, Tessin und Rostock seien zur neuen Pfarrei Herz Jesu Rostock zusammengelegt worden. Zu ihr gehören dem Sprecher zufolge rund 11 000 Katholiken. Das ist ein Fünftel aller rund 54 000 römisch-katholischen Kirchenmitglieder in Mecklenburg-Vorpommern. In den nächsten vier Jahren sollen im Landesteil Mecklenburg, der zum Erzbistum Hamburg gehört, noch sieben weitere Pfarreien aus Zusammenschlüssen entstehen. Bisher gab es dem Sprecher zufolge 23 Pfarreien.

Die Gemeinden der neuen Pfarrei Herz Jesu in Rostock haben den Angaben zufolge in den vergangenen vier Jahren ein Konzept erstellt, wie das Gemeindeleben nach innen und außen wirken soll. Schwerpunkte sollen die Seelsorge für alte Menschen, die Kinder- und Jugendarbeit, die Hochschulseelsorge und die Tourismusseelsorge sein. Derzeit gibt es dem Sprecher zufolge auf dem Pfarreigebiet 14 Kirchen. Außerdem befinden sich zwei Kindergärten, zwei Schulen, ein Alten- und Pflegeheim, eine Mutter-Kind-Kurklinik sowie eine Familienferienstätte in kirchlicher Trägerschaft. Die Caritas und das Erzbistum Hamburg unterhalten zudem mehrere Beratungsstellen im Land.

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