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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2016 | 11:02 Uhr

Kritik an Friedhofszwang : Letzte Ruhe im Garten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Linke bringt Friedhofszwang und Sargpflicht in den Landtag

Die Linke will nach dem Vorbild Bremens und vieler europäischer Länder den Zwang zur Bestattung auf dem Friedhof abschaffen. „Umfragen deuten darauf hin, dass die Mehrheit der Bevölkerung den Friedhofszwang ablehnt“, sagte der innenpolitische Sprecher der größten Oppositionsfraktion im Landtag, Peter Ritter. „Viele Menschen wollen über ihre letzte Ruhe selbst entscheiden und die Möglichkeit haben, die Urne auf privaten Grundstücken beizusetzen oder zumindest befristet zu Hause aufzubewahren.“ Die Linke will das Thema noch im Januar in den Landtag bringen.

Ritter stellte seiner Fraktion den Antrag bei ihrer Neujahrsklausur in Banzkow bei Schwerin vor und stieß auf Zustimmung. Vor allem die Kirchen haben Vorbehalte. Bislang dürfen Tote nach dem Bestattungsgesetz nur auf Friedhöfen oder in Friedwäldern bestattet werden. Eine Ausnahme ist die Seebestattung.

Mit Blick auf die wachsende Zahl von Muslimen stellt die Fraktion auch die Pflicht zur Bestattung von Toten im Sarg infrage. In muslimischen Ländern werden Verstorbene in Tücher gehüllt zur letzten Ruhe gebettet. Auch wenn die Sargpflicht nur für die Beförderung von Leichen zwingend vorgesehen sei, werde sie doch als selbstverständlich auch bei Bestattungen vorausgesetzt, sagte Ritter. Die Linke strebe eine Klarstellung an.

Die Partei will zudem zurück zu verbindlichen Prüfungen nach Klasse zehn auch an den Gymnasien des Landes. Die derzeit gültigen Regelungen seien zu kompliziert und verbauten zudem Jugendlichen, die sich freiwillig einer Prüfung unterzögen, den Weg zum Abitur, begründete die Landtagsabgeordnete Simone Oldenburg den Vorstoß.

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