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Mecklenburg-Vorpommern

05. Dezember 2016 | 11:32 Uhr

Sterbealter MV : Lebensspanne im Fokus der Forschung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Rostocker Forscher entdecken Regelmäßigkeit für Sterbealter

Rostocker Forscher haben eine neue mathematische Regelmäßigkeit zum Sterbealter von Menschen für verschiedenste Kulturen und Epochen entdeckt. Je höher die Lebenserwartung in einer Gesellschaft ist, desto weniger Menschen müssen verfrüht sterben. Das Alter der Menschen zu ihrem Todeszeitpunkt gleiche sich an, teilte das Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock gestern mit. Mit Daten aus 44 Ländern haben die Forscher belegt, dass dies einer festen mathematischen Regel folgt. Wenn die Lebenserwartung in Krisenzeiten kurzfristig sinkt, klaffen die Sterbealter wieder weiter auseinander.

Auch in Deutschland sei der Effekt spürbar, hieß es. Während die Lebenserwartung der Frauen in Westdeutschland von 1956 bis 2013 um zwölf Jahre stieg, verringerte sich die Verteilung der Sterbealter um fast drei Jahre: Im Jahr 1956 verstarb die Hälfte aller Frauen innerhalb einer Zeitspanne von 15,7 Jahren um das durchschnittliche Todesalter, im Jahr 2013 betrug diese Spanne nur noch 12,9 Jahre.

„Da die Lebenserwartung sehr wahrscheinlich weiter wächst, können wir damit rechnen, dass künftig weniger Menschen als bisher früher sterben müssen als der Durchschnitt“, sagte Alexander Scheuerlein vom Max-Planck-Institut. Scheuerlein veröffentlichte die Untersuchung zur Lebensspanne zusammen mit MPIDR-Direktor James Vaupel und einem internationalen Forscherteam im Wissenschaftsjournal „PNAS“.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 07:45 Uhr

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