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Kultur MV

28. August 2016 | 09:03 Uhr

Rostock : Volkstheater: OB will Kompromiss

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Methling setzt auf Überdenken, Ministerien beraten

Stillstand beim Theater: Der OB will und kann aus formalen Gründen gegen den letzten Bürgerschaftsbeschluss nicht klagen. Das Gremium hatte entschieden, dass das Rostocker Volkstheater seinen Neubau nicht ab der ursprünglich geplanten Fertigstellung 2018, sondern erst ab der tatsächlichen Nutzung 2023 abbezahlen muss.

„Der OB setzt auf einen Kompromiss“, so Stadtsprecher Ulrich Kunze. Der könnte sein, dass die Bürgerschaft ihren Beschluss freiwillig ändert. Denn: „Dieser Beschluss stellt den Theaterneubau gänzlich infrage“, beharrt Roland Methling (parteilos). Zumindest als „stark gefährdet“ bezeichnet Henning Lipski, Sprecher des Kultusministeriums, das geplante 40- bis 50-Millionen-Projekt. Seine Behörde berät mit Finanz- und Innenministerium. Aufsichtsratsmitglied Sybille Bachmann (Rostocker Bund) fordert den OB auf, nachzuverhandeln, dass Auswirkungen der späteren Fertigstellung auf den Gesamtzuschuss berücksichtigt werden. Denn dem Theater entstehen durchaus Kosten. Das alte Haus muss länger instand gesetzt werden – für „280 000 Euro pro Jahr bis zirka 2020“, schätzt Geschäftsführer Stefan Rosinski. Den freute die Bürgerschaftsentscheidung aus gleichem Grund wie die Aufsichtsratschefin. „Ich finde gut, dass die Bürgerschaft Strukturbeschluss und Neubau damit entkoppelt hat“, so Eva-Maria Kröger (Linke). Beide Themen müssten bald und einzeln geklärt werden. Sie ist einem Kompromiss gegenüber offen, nicht aber, dass er darin bestehen soll, den Beschluss zu verändern. Worin Einigkeit bei den verschiedenen Parteien herrscht: Keiner findet die Zusammenlegung von Stadthalle und Theater in Schmarl, wie Daniel Peters (CDU) propagierte, praktikabel. Bachmann bittet stattdessen, die Idee vom Kultusministerium vom „Haus der Künste“, und damit eine Kooperation mit der Rostocker Hochschule für Musik und Theater im Neubau, zu prüfen.




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erstellt am 26.Jan.2016 | 08:00 Uhr

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