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Mecklenburg-Vorpommern

05. Dezember 2016 | 01:29 Uhr

Umfrage : Kinderlos wegen hoher Kosten

vom
Aus der Onlineredaktion

Studie: 63 Prozent erklären Kinderlosigkeit mit finanziellen Belastungen

Immer mehr Bundesbürgern sind Kinder offensichtlich zu teuer. Einer Umfrage der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen zufolge erklären inzwischen 63 Prozent der Deutschen Kinderlosigkeit mit den finanziellen Belastungen – und zwar unabhängig von Alter, Einkommen, Geschlecht oder Wohnortgröße. Vor fünf Jahren hatten noch 58 Prozent die Kosten als Hauptgrund gegen Kinder angeführt, heißt es in der gestern in Hamburg am Rande einer Familienkonferenz der CDU-Bürgerschaftsfraktion vorgestellten Untersuchung.

Auf Platz zwei des Rankings gegen Kinder steht die Sorge, eigene Freiheiten einzubüßen (61 Prozent), gefolgt von der Überzeugung, dass Karriere wichtiger sei als das Gründen einer Familie (55 Prozent).

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts bekamen 2014 in Deutschland 100 Frauen 147 Kinder – elf weniger als im EU-Durchschnitt. Die höchste Geburtenziffer innerhalb der EU hatte Frankreich, wo rechnerisch 2,01 Kinder pro Frau auf die Welt kamen – gefolgt von Irland und Schweden. Die niedrigsten Geburtenziffern verzeichneten Portugal (1,23 Kinder pro Frau), Griechenland (1,30) und Zypern (1,31).

Im vergangenen Jahr verzeichneten die Statistiker in Deutschland jedoch deutlich mehr Geburten als noch im Jahr zuvor. Insgesamt kamen rund 738 000 Kinder auf die Welt – 23 000 oder 3,2 Prozent mehr als 2014. Die Kosten pro Kind veranschlagen die Statistiker auf rund 600 Euro pro Monat, also knapp 130 000 Euro bis zur Volljährigkeit des Nachwuchses.

Doch nicht nur Kosten, Freiheit und die persönliche Karriereplanung hielten Bundesbürger vom Kinderkriegen ab. Auch die Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf schrecke weiterhin ab. So gaben trotz der Bemühungen etlicher Unternehmen, familienfreundliche Strukturen zu schaffen, 51 Prozent der Befragten an, dass sich Kinder und Karriere nur schlecht vereinbaren ließen – drei Prozentpunkte mehr als noch 2011.

Knapp die Hälfte der Bürger (46 Prozent) nannte als Grund die Sorge um die Zukunft der Kinder in einer unsicheren Gesellschaft, etwa durch Klimawandel, Terrorgefahr oder der Lage auf dem Arbeitsmarkt.

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