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Mecklenburg-Vorpommern

10. Dezember 2016 | 15:42 Uhr

Weihnachtsmärkte in MV : Keine Angst auf Märkten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Weihnachtsmärkte starten. Sicherheit im Fokus

Glühwein, Mandeln – Terrorangst? Heute öffnen die Weihnachtsmärkte in Schwerin und Rostock ihre Tore. Für die Sicherheit haben die Veranstalter in Zusammenarbeit mit Polizei und Behörden spezielle Konzepte erstellt. Das größte Risiko sehen die Behörden dabei nicht in Terroranschlägen. Rostock bereitet sich dennoch auf sämtliche Eventualitäten vor. „Unser Konzept umfasst alle gefährdenden Szenarien von Anschlägen bis hin zu Unwetter“, sagte die Geschäftsführerin des Großmarktes in Rostock, Inga Knospe. So gibt es wieder eine  mobile Polizeiwache. 250 Stände sind in der Rostocker Innenstadt von heute bis 22. Dezember aufgebaut. „Um für Sicherheit zu sorgen, arbeiten wir mit der Polizei und einem privaten Sicherheitsdienst zusammen“, erklärte Knospe. Dabei soll der Weihnachtsmarkt nicht wie ein Hochsicherheitstrakt wirken. Angst vor Terroranschlägen verspüre Knospe unter den Gästen nicht. 1,3 Millionen Besucher werden erwartet.

Auch die Sprecherin des Innenministeriums in Schwerin, Marion Schlender, bestätigte, dass konkrete Gefährdungen durch Terror auf Weihnachtsmärkten im Land nicht vorliegen. Wie viele Beamte im Einsatz sein werden, werde aktuell noch geplant.

Hätten die jüngsten Anschläge die Besucher verunsichert, hätte Arno Teegen, Geschäftsführer der Schweriner Weihnachtsmarkt GmbH, dies an den Besucherzahlen der Veranstaltungen im Sommer gemerkt. Jetzt beim Weihnachtsmarkt von heute bis 30. Dezember hofft er aber wieder auf etwa eine Million Gäste. „Solche schlimmen Geschehnisse müssen auch mal in den Hintergrund rücken“, forderte Teegen. Immerhin gebe es andere Gefahren auf den Märkten, die man eher im Blick haben müsste. Fußstreifen seien deswegen unterwegs.

Eine separate Erfassung von Vorkommnissen auf Weihnachtsmärkten gibt es laut Schlender nicht. „Ein Schwerpunkt ist allerdings der Taschendiebstahl.“ Das bestätigte der Chef der Polizeigewerkschaft, Christian Schumacher: „Einfache Körperverletzungen oder Taschendiebstähle sind nicht ungewöhnlich.“

Hier eine Übersicht aller Weihnachtsmärkte. Wissen Sie noch von weiteren in der Region? Dann freuen wir uns über eine Nachricht an onlineredaktion@svz.de.

 
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