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Mecklenburg-Vorpommern

31. Juli 2016 | 02:32 Uhr

Kein Personal : Kein Twitter in Ministerien

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Landesregierung nutzt soziale Medien wie Facebook und Co nicht

Keine Facebook-Seite, kein Twitter-Account – die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern ist die einzige in Deutschland, die komplett auf Auftritte in sozialen Netzwerken verzichtet. Das geht aus einer Studie der Internetplattform Pluragraph.de hervor, die die medialen Aktivitäten von 142 Ministerien und Staatskanzleien in den 16 Bundesländern untersucht hat.

Regierungssprecher Andreas Timm bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion die Abstinenz der Landesregierung in den sozialen Netzwerken. Auftritte bei Facebook oder Twitter seien zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch nicht geplant. „Wir informieren über Pressemitteilungen und auf unseren Homepages und sehen in den sozialen Netzwerken keinen größeren zusätzlichen Nutzen für uns,“ sagte er zur Begründung.

Steffen Wehner, Sprecher im Verkehrsministerium, wird deutlicher: „Für anspruchsvolle und bürgerfreundliche Auftritte im Web 2.0 reichen unsere gegenwärtigen Personalressourcen nicht.“ Auch im Innenministerium schüttelt Sprecher Michael Teich den Kopf: „Gegenwärtig sind keine Auftritte in Netzwerken geplant.“

Privat ist sein Chef, Lorenz Caffier (CDU), allerdings bereits seit November 2011 mit einer eigenen Seite auf Facebook unterwegs und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) erreicht, wenn sie morgens auf der Fahrt von Schwerin nach Berlin ihre Morgengrüße per Twitter verschickt, immerhin 17 300 Follower.

Wie aus den Untersuchungen von Pluragraph.de hervorgeht, nutzen die Landesregierungen in Deutschland insgesamt 35 Twitter-Accounts. Wirklich aktiv waren im September 2014 aber nur 26 Ministerien. „Wir wollen auf unserer Plattform zeigen, wie offen Landesbehörden tatsächlich im Netz kommunizieren“, sagte Jona Hölderle von Pluragraph.de.

Untergeordnete Behörden in Mecklenburg-Vorpommern tummeln sich längst im modernen Web 2.0. So sendet die Polizeiinspektion Rostock bei Heimspielen des FC Hansa Rostock über Twitter live Informationen über Verkehrsbehinderungen oder über die Situation vor dem Stadion. Das Landeskriminalamt (LKA) stellt seit September 2012 Fahndungen auf ihrer Facebook-Seite ins Netz.

 

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erstellt am 14.Okt.2014 | 07:44 Uhr

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