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Mecklenburg-Vorpommern

09. Dezember 2016 | 14:38 Uhr

Wirtschaft : In Zukunft nur noch mit MV-Logo

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Marketing-Strategie zur Stärkung der Lebensmittelproduzenten im Land erarbeitet

Verpackungen von Produkten aus Mecklenburg-Vorpommern könnten bald mit dem Landeslogo versehen werden – das raten zumindest Marketingexperten aus Hamburg. Der Grund: MV habe sich in der Vergangenheit bundesweit ein positives Image aufgebaut, das von der Lebensmittelbranche bisher zu wenig genutzt würde. Das Agrarmarketing des Landes hatte die Marktforscher beauftragt, eine Strategie zu entwickeln, wie die Produkte aus MV schneller in der Einkaufstasche von Verbrauchern landen. „Made in MV“ soll dabei als gut und gleichzeitig als gesund wahrgenommen werden. „Die Konsumenten schließen von den Qualitäten des Landes auf die Qualitäten der Lebensmittel“, verdeutlicht Peter Pirck, Spezialist für Markenanalysen und -strategien. Problematisch sei dabei, dass sich die Herkunft der Produkte oftmals nicht erschließen ließe. Dabei zähle gerade auch innerhalb MVs der Aspekt der Regionalität. „Die Verbraucher halten die Lebensmittel aus ihrer Heimat für gut, weil dadurch Arbeitsplätze geschaffen und die Infrastruktur des Landes gestärkt werden“, erklärt Pirck auf Grundlage einer Befragung mit rund 1000 Teilnehmern.

Peter Kranz, Leiter des Landesmarketings MV, zeigt sich offen gegenüber der Expertenempfehlung, das Landessignet „MV tut gut“ für die Lebensmittelprodzenten freizugeben. Die Ergebnisse der Umfrage spielen ihm in die Hände, die Agentur will im Januar 2017 unter der Regie des Finanzministeriums die Marke „Mecklenburg-Vorpommern“ modernisieren. Allerdings warnt Kranz davor zu denken, dass der Gebrauch des Logos direkt für höhere Absätze sorgt. Für klein- und mittelständische Unternehmen, die einen Großteil der Wirtschaft im Land ausmachen, sei dies allerdings eine gute Gelegenheit die eigene Bekanntheit zu steigern. „Ich bin aber auch Markenbeschützer- und nicht nur Verteiler“, wirft Kranz ein. Bedeutet konkret: Ist das Landesmarketing von der Qualität der Produkte nicht überzeugt, gibt es auch kein Logo.

Die Erarbeitung und Umsetzung der Imagestrategie gehört zu den Leitprojekten der Gesundheitswirtschaft des Landes. Das Projekt läuft über einen Zeitraum von drei Jahren. Für die Realisierung stehen rund 320 000 Euro zur Verfügung.Die Umfrage ergab übrigens auch, dass die Konsumenten die Mecklenburgische Seenplatte mit MV verbinden. Vielleicht schmückt auch diese bald Verpackungen.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 20:45 Uhr

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