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Mecklenburg-Vorpommern

25. Juni 2016 | 14:15 Uhr

Nordkirche : Hilfe für Missbrauchsopfer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unabhängige Ansprechstelle gegründet / Zwei Psychologen betreuen Betroffene

Die Nordkirche, in der etwa 2,25 Millionen Gläubige in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern organisiert sind, und der Verein Wendepunkt in Elmshorn (Kreis Pinneberg) haben die „Unabhängige Ansprechstelle für Menschen, die in der Nordkirche sexuelle Übergriffe erlebt oder davon erfahren haben“ (Una) ins Leben gerufen. In den kommenden vier Jahren kümmern sich die Diplom-Psychologen Michaela Kann und Dirk Jacobsen um Kinder, Jugendliche und Erwachsene, denen entweder selbst Leid in einer kirchlichen Einrichtung oder einer Kindertagesstätte angetan wurde, um deren Angehörige, um Personen, die von einem sexuellen Übergriff erfahren haben, und um Menschen, die vermuten, dass jemand aus ihrem Umfeld ein Opfer sein könnte.

„Das ist eine große Aufgabe, die uns übertragen wurde“, sagte Wendepunkt-Geschäftsführerin Ingrid Kohlschmitt gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Eine Aufgabe, die sich ihr Team, das mittlerweile seit mehr als 20 Jahren Erfahrung mit der Betreuung von Sexualopfern hat, aber gern stelle. Vier Stunden pro Wochen seien dafür eingeplant, finanziert von der Nordkirche.

Die psychologische Betreuung übernimmt nicht das Team des Wendepunkts selbst, es kümmert sich lediglich um die Erstberatung. In Absprache mit den Hilfesuchenden vermitteln die Psychologen mit Traumata-Ausbildung diese entweder an weltliche Beratungsstellen, die näher am Wohnort liegen – ganz gleich ob in Flensburg, Lübeck oder Rostock – oder sie suchen den Kontakt mit einem Verantwortlichen der Kirche. Das hängt davon ab, was der Betroffene wünscht.

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