zur Navigation springen

Mecklenburg-Vorpommern

27. September 2016 | 00:27 Uhr

Prerow : Hafenneubau: Einwohnertreffen einberufen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Streit um den Nothafen Darßer Ort ist seit Jahren Thema / Mit dem Vorschlag für einen Hafenneubau hat der Umweltminister Bewegung in die Diskussion gebracht

Die Einwohner von Prerow können sich an diesem Montag aus erster Hand über die Pläne der Landesregierung zum Bau eines Hafen beim Ostseebad informieren. Zur Einwohnerversammlung am Abend hat Umweltminister Till Backhaus (SPD) seine Teilnahme zugesagt, wie sein Ministerium bestätigte. Mit dem Hafen vor Prerow soll der seit Jahren dauernde Streit um den Nothafen Darßer Ort aus der Welt geschafft werden. Die Zufahrt zum Nothafen ist aktuell wieder versandet. Der Seenotrettungskreuzer liegt in Barhöft bei Stralsund und hat eine deutlich längere Anfahrt zur Kadetrinne.

Backhaus hatte Anfang Dezember einen Vorschlag für den Hafenneubau vorgelegt. Danach soll die bestehende Seebrücke verlängert werden und an ihrem Ende ein mit Steinwällen geschützter Inselhafen mit bis zu 13 Liegeplätzen entstehen.

Ziel sei es, den Hafen mit einem Liegeplatz für den Seenotrettungskreuzer bis spätestens 2020 in Betrieb zu nehmen. Es werde mit Kosten von bis zu elf Millionen Euro gerechnet.

Die Fraktion Gewerbeverein der Gemeindevertretung in Prerow hatte Backhaus vergangene Woche einen umfangreichen Fragenkatalog geschickt.


Neubaubau nur nach Bürger-Diskussion


Darin wurde auch klargestellt, dass eine Entscheidung pro oder contra Hafenneubau nur nach Klärung aller Fragen sowie nach offener Diskussion mit den Bürgern möglich sei. Dazu gehöre beispielsweise die Frage nach Einflüssen des Neubaus auf den Sedimenttransport oder auch die Höhe der zu bauenden Mole. Die Molenhöhe sei mit drei Metern vorgesehen, bei Nordoststurm sei aber eine Wellenhöhe bis zu 4,5 Metern möglich bis wahrscheinlich. Eine Molenhöhe in dieser Höhe sei aber für viele Prerower undenkbar. „Enge Termine halten wir in diesem Zusammenhang für völlig fehl am Platze“, hieß es.

Wie der frühere Bürgermeister Prerows, Andreas Meller, sagte, werde die Fraktion Gewerbeverein eine Bürgerbefragung fordern. Er ging davon aus, dass dies auch geschehen wird, da seine Fraktion mit sieben Sitzen in der 13-köpfigen Gemeindevertretung eine Mehrheit hat. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen