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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2016 | 03:13 Uhr

Video : Grusel-Clowns geistern durch MV

vom

Ein makaberer Trend aus den USA erreicht unser Land. Als Clowns kostümierte Unbekannte schockieren Passanten. Fälle in Greifswald, Stralsund und Rostock.

Ein makabrer Trend aus den USA erreicht Mecklenburg-Vorpommern: Gestern Morgen um fünf Uhr erschreckte ein Mann in einem gelben Clownskostüm, mit roter Pappnase und Perücke eine Frau an einer Greifswalder Bushaltestelle. „Wir wurden von einem Clown bedrängt und mit einer Kettensäge bedroht“, schrieb sie wenig später auf ihrer Facebookseite. „Er hatte ein ekelhaftes, krankes Lachen“, berichtete die Betroffene weiter.

Helmut Walther  von der zuständigen Polizeiinspektion Anklam bestätigte den Vorfall. „Der Clown lief danach einem Radfahrer hinterher“, so Walther. Als die Polizei eintraf, war die verkleidete Person verschwunden. Eine Absuche der Umgebung blieb erfolglos.

Offensichtlich kein Einzelfall. Auch in Stralsund soll es kürzlich einen ähnlichen Vorfall gegeben haben, wird in sozialen Netzwerken berichtet. Bestätigen kann die Stralsunder Polizei den üblen Scherz aber nicht. „Ich habe es auch gelesen, aber wir haben keine Anzeigen und keine Hinweise bekommen“, sagte Polizeihauptkommissarin  Antje Unger.

Ähnlich verhält es sich mit einem Grusel-Clown, der am Mittwoch in  Rostock-Lichtenhagen für Aufregung gesorgt haben soll. Auch das  wird in den sozialen Netzwerken ausführlich diskutiert. „Wie kann man so bescheuert sein und Spaß daran haben, den Leuten und vor allem Kindern so eine Angst einzujagen“, fragt Nicole-Jasmin Schmidt auf Facebook. Doch  Anzeigen oder Hinweise gibt es auch bei der  Rostocker Polizei  nicht, sagte  Dörte Lembke, Sprecherin der Polizeiinspektion.

Seit etwa drei Jahren erschrecken Horror-Clowns Menschen in den USA.  In diesem Jahr ist der Trend auch nach Großbritannien und Deutschland übergeschwappt.  In Schweden gab es bereits einen Verletzten.

Das makabre Spiel könnte für die Clowns strafrechtliche Konsequenzen haben, auch wenn das Erschrecken selbst nicht strafbar ist. „So käme der  Vorwurf der fahrlässigen  Körperverletzung dann in Betracht, wenn bei den Opfern gesundheitliche Schäden durch den Schock ausgelöst werden“, sagte  Helfried Roubicek,   Fachanwalt für Strafrecht in Börgerende bei Rostock. Umgekehrt könnte der Clown sein Opfer kaum zur Rechenschaft ziehen, wenn es ihm bei der Attacke mit der Faust das Nasenbein bricht. Notwehr.

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erstellt am 20.Okt.2016 | 11:28 Uhr

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