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Antrag im Landtag : Grüne wollen Zwangsdoping erforschen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Grünen im Landtag schlagen ein vom Land finanziertes Forschungsprojekt zum Dopingsystem in den drei DDR-Nordbezirken vor.

Die Grünen im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns wollen Licht in das noch immer dunkle Kapitel von Doping und Zwangsdoping im DDR-Leistungssport bringen. In einem Antrag für die Landtagssitzung am Mittwoch schlagen sie ein vom Land finanziertes Forschungsprojekt zum Dopingsystem in den drei DDR-Nordbezirken vor. Dabei solle auch die Rolle der Sportschulen und der Sportwissenschaftler an der Rostocker Universität beleuchtet werden. Wie Grünen-Fraktionschef Jürgen Suhr sagte, sollen die Ergebnisse der auf fünf Jahre angelegten Untersuchungen dann publiziert und in Form einer Wanderausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Eine entsprechende Stelle könnte sowohl an die Forschungs- und Dokumentationsstelle des Landes zur Geschichte der Diktaturen in Deutschland bei der Uni Rostock angesiedelt werden, aber auch bei der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, heißt es im Antrag der Grünen. Ihrer Ansicht nach sollte das Land die erforderlichen Mittel ab 2016 bereitstellen.

CDU-Fraktionschef Vincent Kokert begrüßte die Initiative der Oppositionsfraktion und kündigte an, für eine Überweisung des Antrags zur Beratung in die zuständigen Landtagsausschüsse zu stimmen. „Das ist ein wichtiges Thema, das aufgearbeitet werden muss. Vieles liegt noch im Dunkel, auch weil sich die Sportgymnasien einer offenen Diskussion meist verweigerten“, sagte Kokert. Er regte an, Doping im DDR-Sport zum Thema bei einem Treffen der Ost-Ministerpräsidenten zu machen. „Denn die Faktenlage ist überall noch sehr dünn.“

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erstellt am 21.Apr.2015 | 22:00 Uhr

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