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Simulation in New York : Greifswalder spielen für UN Jamaika

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

16 Studenten repräsentieren beim Nachstellen der Vollversammlung Karibikstaat

Greifswalder Studenten vertreten Jamaika in der UN-Vollversammlung in New York: Sie gehören zu den mehr als 5000 Studenten aus über 40 Staaten, die ab heute fünf Tage lang die Arbeit der Vereinten Nationen in New York simulieren. Die 16 Teilnehmer treten während der diesjährigen Sitzungen und Abstimmungen für den Karibikstaat Jamaika an.

Die Delegationen aus aller Welt übernehmen bei den Konferenzen der „National Model United Nations“ die Rolle eines der 193 Mitgliedsstaaten der UN-Vollversammlung und debattieren über aktuelle Herausforderungen der Weltpolitik. „Themen sind in diesem Jahr u. a. die Gleichberechtigung von Frauen oder die nukleare Abrüstung in der Welt“, erklärte der Jurastudent Nico Weichsel. In den Sitzungen müsse man aus der Perspektive des Landes denken, das man vertritt, und gemeinsam mit anderen Ländern Resolutionen erarbeiten und möglichst auch durchsetzen, sagte Weichsel, der mit seinen Kommilitonen bereits in New York ist.

In Vorbereitung auf die Simulationen haben sich die Greifswalder Studenten der Politikwissenschaften, Jura, Psychologie und Sprachwissenschaften in Seminaren mit den politischen Positionen des Karibikstaates beschäftigt und sich in die Spielregeln der großen Diplomatie – wie Redezeiten oder typisches Vokabular – eingearbeitet. Auch ein Besuch der jamaikanischen Botschaft in Berlin stand auf dem Programm.

Der Lerneffekt sei enorm, sagte Weichsel, der bereits zum vierten Mal an der UN-Simulation teilnimmt. Vorlesungen und Seminare in der Hochschule könnten diese praktische Erfahrung nicht vermitteln.

Die Universität Greifswald ist über den studentischen Verein GreiMUN bereits zum 18. Mal bei der UN-Simulation vertreten. In der Vergangenheit mussten die Studenten auch schon das Emirat Katar repräsentieren, eine absolute Monarchie. Dabei müsse man dann auch Standpunkte vertreten, die nicht den eigenen moralischen Vorstellungen entsprechen.

Neben der Uni Greifswald nehmen aus Ostdeutschland die Universitäten Magdeburg, Erfurt und die TU Chemnitz teil. Insgesamt beteiligen sich 35 deutsche Hochschulen an der Simulation.

Die Wurzeln der Konferenz reichen bis 1927 zurück.

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erstellt am 18.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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