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Mecklenburg-Vorpommern

02. Juli 2016 | 03:59 Uhr

Glühwein Testergebnisse : Glühwein oft mangelhaft: Geruch nach Mäuse-Urin

vom

Einen Monat nach Schließen der Weihnachtsmärkte werden Glühwein-Testergebnisse bekannt. Die lassen zu wünschen übrig.

Hamburg/Rostock | Fast jeder fünfte Glühwein ist bei einer Untersuchung in Norddeutschland beanstandet worden. Die Mängel reichten vom Geruch nach Mäuse-Urin über zu wenig Alkohol bis zu einem erhöhten Gehalt an Nickel, wie das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock am Dienstag mitteilte.

Insgesamt seien Ende vorigen Jahres 58 Proben von Glühweinen in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg genommen worden. Sie seien im Kompetenzzentrum für Wein und Spirituosen im Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg untersucht worden, das im Rahmen der Norddeutschen Kooperation dafür zuständig ist. Die Weine stammten von Ständen, etwa auf Märkten. Es wurden die unerhitzte Originalware und der heiße Glühwein untersucht, um festzustellen, ob Mängel erst durch unsachgemäßes Erhitzen entstanden oder nicht.

Von den erhitzten Proben wurden drei sensorisch beanstandet, wegen unangenehmen Geruchs oder Geschmacks, der an Mäuseharn erinnert, wegen brandiger oder Karamellnoten. Zusätzlich wiesen zwei der drei Proben den vorgeschriebenen Mindestalkoholgehalt von 7 Volumenprozent nicht auf. Als Ursache wurde unsachgemäßes Erhitzen ausgemacht. Bei einer Probe wurde ein erhöhter Nickelgehalt im Heißgetränk festgestellt. Das Landesamt riet, Glühwein nur in unbeschädigten Emailletöpfen, in hitzebeständigem Glas oder Edelstahltöpfen zu erhitzen.

Bei sieben Proben wurden irreführende Angaben gemacht - so wurden Beeren- oder Fruchtglühweine fälschlich als „Glühwein“ verkauft. Die „Umdeklaration“ erfolgte häufig durch den Standbetreiber, hieß es.

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erstellt am 02.Feb.2016 | 13:58 Uhr

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