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Mecklenburg-Vorpommern

27. August 2016 | 03:12 Uhr

Demonstrationen : Gegenwind für MVgida & Co

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Immer mehr Menschen protestieren gegen Fremdenfeindlichkeit

Weit mehr als 1300 Menschen haben am Wochenende in Rostock, Sassnitz und Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) gegen Fremdenfeindlichkeit und Extremismus demonstriert. Anlass waren Demonstrationen der Initiative „Deutschland wehrt sich“ am Samstag in Rostock sowie Aktionen der Bewegung MVgida am Freitagabend in Sassnitz und Neustrelitz, die gegen die Asylpolitik Deutschlands gerichtet waren. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich daran in Rostock rund 700 Menschen, mehr als 200 Teilnehmer in Neustrelitz und etwa 60 rechtsgerichtete Teilnehmer in Sassnitz.

Gewalttätige Auseinandersetzungen, wie zunächst befürchtet, gab es nicht. Vor allem in Rostock verhinderte die Polizei mit einem Großaufgebot ein Aufeinandertreffen beider Lager.

In Neustrelitz protestierten rund 250 Menschen nach einem Aufruf der Initiative „Neustrelitz hilft – für eine menschliche Asylpolitik“ gegen MVgida.

Die Gegendemonstration in Rostock begann mit rund 300 Menschen und einer Andacht in der Marienkirche. Pastor Tilman Jeremias hob dabei die Willkommenskultur in der Hansestadt hervor. Dies war verbunden mit der Erinnerung an die Luftangriffe auf die englische Stadt Coventry vor 75 Jahren. „Von dort ging eine weltweite Versöhnungsbewegung aus“, sagte Jeremias.

In Erinnerung an die Opfer der blutigen Anschlagserie in Paris brannten in der Kirche 127 Kerzen. Jeremias wandte sich gegen die in der Gesellschaft zu beobachtende Radikalisierung. „Da ist es wichtig, dass die Kräfte, die sich für Versöhnung und Offenheit einsetzen, zusammenhalten.“

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