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Mecklenburg-Vorpommern

08. Dezember 2016 | 23:03 Uhr

Neue Krimis im Frühling : Gefährliche Ostsee

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Regine Kölpin verbindet kleine Krimigeschichten von der Küste mit Tipps für Ausflüge

Mörderische Geschichten von der Ostseeküste erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Der Trend zum amüsanten Regionalkrimi, der in der Eifel, dem Taunus oder dem Alpenvorland zu ihrem wahren Boom führte, hat nun auch Mecklenburg erreicht. Immer neue Krimis mit Schauplätzen von Boltenhagen bis zum Darß bestimmen auch in diesem Frühjahr diverse Verlagskataloge.

Eine originelle Idee hatte Regine Kölpin. Sie stellt eine Sammlung von kleinen Geschichten unter den Titel „Wer mordet schon an der Mecklenburger Bucht?“ zusammen. Die kriminelle Reise entlang der Küste ist ein ungewöhnlicher Freizeitführer. Der Band vereint elf Kurzkrimis in elf Orten mit 125 Ausflugstipps. Die Küste im Norden wirke zwar ruhig und beschaulich, betont die Autorin, doch seien ihr bei der Reise an verschiedenen Ecken mörderische Gedanken gekommen.

Sie startete in Boltenhagen, dem lebendigen Kurort mit romantischem Flair. In „Seelenverwandt“ nimmt eine Hamburgerin eine Auszeit und verbringt ihre Tage mit Spaziergängen und Café-Besuchen. Dabei lernt sie einen Mann kennen, einen wunderbaren Gentleman. Sie verliebt sich, doch dann erfährt sie von seiner Lebenslüge. Klaus muss sterben…

Der Leser erfährt im Serviceteil, was besuchenswert ist, so u. a. die Steilküste, der Kurpark, das Buddelschiffmuseum.

Weiter geht es nach Wismar. In „Nikolai“ geht es um eine Schriftstellerin, die an einer Schreibblockade leidet. Der Bösewicht ihrer Geschichte verfolgt sie. Selbst als sie Nikolai gestrichen hat, findet sie keine Ruhe. In ihrem Wahn fasst sie einen Entschluss: Sie muss ihn töten. Es gibt ein böses Erwachen. In den Ausflugstipps dürfen der Alte Hafen, der Alte Schwede und die Tittentastergasse natürlich nicht fehlen.

Auch Rostock, Schwerin und Ahrenshoop sind Schauplätze grausiger Verbrechen. Die Reise endet in Zingst mit „Freiheit“. Eine junge Frau will ihrem Hobby, der Kranichbeobachtung, nachgehen. Tim, eine Urlaubsbekanntschaft, teilt ihre Leidenschaft. Doch bei einer Bootstour erkennt Maja, dass sie in eine tödliche Falle getappt ist.

Im Max Hünten Haus in Zingst kann der Besucher sich über weitere Sehenswürdigkeiten informieren, empfohlen werden der Museumshof, Kajaktouren und die Tauchgondel. Der originelle Reiseführer „Wer mordet schon an der Mecklenburger Bucht?“ erschien im Gmeiner Verlag und kostet 9,99 Euro.

Neu in der Reihe Ostseekrimis ist „Schwarzer Falter“ von Marc Kayser (Hinstorff Verlag, 12 Euro). In Kühlungsborn meldet sich ein verwirrter Anrufer bei der Polizei und behauptet, drei Menschen umgebracht zu haben. David Lux, ein pensionierter Polizeireporter, mischt sich in die Ermittlungen ein. Der Anrufer entpuppt sich als ein Wesen, das sich tarnen kann wie ein Chamäleon. Lux ahnt nicht, dass sowohl er als auch Hauptkommissar Karl Delgado auf der Todesliste des „Schwarzen Falters“ stehen. Hat der Unbekannte etwas zu tun mit jenem Mann, der vor 25 Jahren von der Seebrücke stürzte und spurlos verschwand?

Hendrik Falkenberg entfaltet in „Das Kreuz des Nordens“ (Amazon Publishing, 9,99 Euro) ein grausiges Szenario. Blut rinnt über drei Nägel, die durch die Hände und Füße eines Mannes geschlagen wurden. Ein Zittern durchläuft den Körper am Holzkreuz. Erst Stunden später stirbt der Mann. Der junge Sportpolizist Johannes Niehaus ist erschüttert. Die Suche nach dem Täter hat gerade erst begonnen, als weitere Menschen in Gefahr geraten und die Zeit zu einem gnadenlosen Gegenspieler für den Nachwuchsermittler wird.

In ihrem neuen Krimi „Ostseetod“ (Bastei Lübbe, 9,99 Euro) beschreibt Eva Almstädt, wie die Kommissarin Pia Korittki ihren elften Fall löst. In einem kleinen Dorf an der Ostsee verschwindet ein elfjähriges Mädchen. Die groß angelegte Suchaktion bleibt erfolglos; angeheizt durch Gerüchte formiert sich eine Bürgerwehr. Kurz darauf wird im Wald die Leiche eines Mannes gefunden. Er wurde ermordet.

Welche Verbindung besteht zwischen dem Toten und dem verschwundenen Kind? War der Tote Laras Entführer? Pia Korittki, selbst Mutter, weiß, dass jede Sekunde zählt. Und dann ist plötzlich ein zweites Mädchen verschwunden.

Auch dieser Krimi überzeugt mit Ostseeflair, geheimnisvollen Nächten am Strand und wortkargen Leuten, die gut ein Geheimnis bewahren können.



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